Einschläge

Es gibt Momente im Feuerwehrfrauentum über die ich im Rahmen der Dokumentation nicht rede. Ich rede mit Menschen darüber, die es verstehen, es ist also nicht so als würde ich es totschweigen.

Eine Kategorie dieser Momente sind die, in denen man da sitzt und – in meinem Fall, ich weiß es aber auch von anderen – denkt Oh, Mikesch, mach keinen Scheiß!

Es gibt Dinge, da kann ich sie mit allen Befugnissen und Möglichkeiten, die ich habe nicht rausholen.

Ich habe sie dank einem Tipp vom Handschuhschenker letztes Jahr als es ihr mies ging vor einer schlechten Psychiatrie bewahrt, so einer wo man die Leute vollgepumpt und fixiert in der Ecke parkt und das Behandlung nennt, aber ich werde nicht immer da sein.

Es können durchaus Situationen eintreten, in denen sich Ärzte nicht mehr um Rechtswege scheren und dann sind die ersten die gefragt werden der Stiefvater, der die Lage meistens eher schlecht als Recht überblickt weil er auswegs arbeitet, und wenn sie den nicht erreichen der Diddl-Maus-Junge, der schon aus Überforderung alles abnicken wird ohne zu wissen was er da macht und mit welchen Konsequenzen.

Und ich will nicht, dass das passiert: Angenommen sie geht wegen ihrem tatsächlich durch die Medikamente total kaputten Magen in ein Krankenhaus. Die sagen ihr, da geht das und das, sie sagt, dass sie die jeweilige Behandlung explizit nicht will, und die machen trotzdem, denn der Psycho ist ja freiwillig wegen Aua Magen gekommen. Mitgefangen mitgehangen, Pech gehabt. Außerdem hat der Sohn doch…

Der „Entwurf eines Gesetzes zur Änderung der materiellen Zulässigkeitsvoraussetzungen von ärztlichen Zwangsmaßnahmen und zur Stärkung der Selbstbestimmungsrechte von Betreuten“ will so etwas erlauben. (Der Link geht zu einem Interview der kobinet-nachrichten mit Martin Lindheimer vom Bundesverband Psychiatrie-Erfahrener.)

Mikesch und der Wahlzettel

In dem großen Umschlag ist neben allen Unterlagen auch ein Wegweiser für die Briefwahl, sogar mit Bilderklärungen dabei, aber Mikesch sitzt da und versteht die Welt nicht mehr.

„Auf dem Wahlzettel kreuzen?“

„Ja, Mikesch, wie in der Wahlkabine.“

„Und dann in den blauen hier rein?“

„Steht doch da.“

„Ja, aber ich weiß nicht was ich da ankreuzen soll.“

„Die Partei und die Politiker, die du wählen willst.“

„Machen doch eh was sie wollen.“

„Dann wähle eben nicht. Du kannst aussuchen ob du wählen willst und wen.“

„Ja, weiß ich. Du meinst mal wieder ich bin doof!“

„Nein.“

„Aber den, den ich wählen will, der ist hier gar nicht drauf. Ich kann gar nicht wählen.“

„Du kannst nur Leute wählen, die auf dem Zettel stehen.“

„Hat doch eh keinen Sinn.“

Wahlschein landet auf dem Boden.

„Alles Ding in die Boote, Schuhe und Kaffeemaschinen zuerst!“

Auf dem Weg zu Mikesch bin ich gestürzt.

Wenn ich gestürzt bin mache ich nach dem Aufstehen zwei Dinge:

1. Ich versuche herauszufinden ob ich verletzt bin. Es ist praktisch unmöglich mir zu begegnen, ohne dass ich irgendetwas aufschrappt oder blau habe.

2. Ich überprüfe meine Kleidung. Das ist in meinen Lebensumständen noch
wichtiger als nach Verletzungen zu suchen, tue ich aber dennoch erst als zweites. Auf irgendein blutendes Körperteil kommt Desinfektion und Pflaster oder Verband und die Angelegenheit ist durch. Eine zerrissene Hose, Jacke oder ein kaputter Schuh stellt mich vor ernsthafte existentielle [nein, das ist nicht überspitzt gemeint und es ist auch nicht lustig] Probleme.

Unabhängig davon ob mir jemand aufhilft oder so wie heute einfach weiter geht.

Meinen blutenden Finger versorge ich noch unterwegs, halte mich auch immer in der Nähe von Mülleinern oder Büschen weil ich beim Sturz mit dem Kopf nach vorne geschleudert wurde und mir entsprechend schlecht wird. Es gab aus Gründen von Saus und Brause (nicht) kein Frühstück, aber wer weiß vielleicht kommt das von vorgestern raus.

Meine Hose wirkt zwar ganz, also wenigstens nicht durchlöchert, aber ich gehe trotzdem bei Mikesch zunächst ins Bad. Schadensbegrenzung. Zum Glück ist nicht Sommer, sonst würde mich ein Verhör erwarten, wie ich denn mit diesen Beinen gedenke die Beinbehaarung loszuwerden, das ginge doch nicht auf so kaputter Haut.

[Dass man es eben deshalb dann vielleicht mal gar nicht macht, kann Madame nicht verstehen.]

Was kaputt aussieht sind meine Schuhe. Ohne Loch, aber vorne gut abgeschrappt. Mit schwarzer Schuhcreme eventuell noch so zu kaschieren, dass sie bis nächsten Monat – oder selten getragen noch länger – durchhalten, also mache ich mir da auch keine Sorgen.

Mikesch allerdings schon. Sie interessiert nicht der offensichtlich blutende Finger, dass ich kalkweiß bin oder der Geruch von der Desinfektion, sie interessiert, dass die Schuhe „scheiße aussehen“ und was ich damit gemacht hätte.

Auf erteilte Auskunft hin erfahre ich, ich müsste mir neue kaufen, die könne man nicht mehr anziehen, aber ich müsse ja immer rumlaufen wie [ich wiederhole das nicht.] Ach so, habe ich die neue Kapselkaffeemaschine schon gesehen?

Erst dann: „Ey, du blutest aus der Nase.“

Ich habe Nasenbluten, zwei Wunden am Finger, mindestens blaue Flecken an eh kaputten Beinen und eventuell so was ähnliches wie ein leichtes Schleudertrauma [es hat Gründe warum Menschen mit Schäden der Halswirbelsäule beispielsweise nicht Achterbahn fahren dürfen], aber Madame möchte Bewunderung für ihre neue Kaffeemaschine…

 

[Ich frage mich ob das so kurz vor Ende der five days, die mit heute nur noch drei sind, passieren musste, damit ich zu Hause bleibe, vom Computer weg und fokussieren kann, so dass ich wenn schon nicht Montag, dann wenigstens zeitnah mit einer Erstversion fertig werde.]

Mikesch im Supermarkt

Mikesch ist mies drauf, kann nur bedingt etwas dafür, der Rest ist krankheitsbedingte Reaktion auf eine Situation, in die sie sich selber manövriert hat, und muss trotzdem mit mir einkaufen gehen, weil sie es gestern nicht geschafft hat. Aus Gründen der krankheitsbedingten Reaktion. Wir haben alle schon mal vor Wut uns ungerecht behandelt zu fühlen gekocht und wir waren alle schon mal so gelähmt davon, dass wir den Rest des Tages in die Tonne treten konnten, oder?! So ungefähr war das gestern bei ihr, nur eben in der Mikesch-Version.

Mikesch muss also einkaufen und ich muss mit. Komme ihr von der Schnelligkeit kaum hinterher, kann auch nicht überblicken was sie alles in den Wagen legt und ob das mit der Liste vom Stiefvater übereinstimmt und dann stehen wir in der Schlange hinter einem älteren Herrn, dessen Wagen genau so voll ist wie der von Mikesch. Es ist Osterwochenende und viele Leute bekommen Besuch, kein Wunder also, dass die Leute so viele Sachen im Wagen haben. Mit Mikesch, die plötzlich mit ihrem Smartphone zugange ist muss man so reden.

Als wir warten stellt sich hinter uns eine ältere Frau an, die nichts außer einer Packung Toilettenpapier hat.

Ich frage sie ob sie damit vorgehen will. Als wir in den Laden gekommen sind habe ich dieselbe Frau draußen einen Kofferraum bepacken sehen. Sie wird das eine Teil vergessen haben.

Das sagt sie dann auch und bedankt sich sehr freundlich, dass sie vor darf.

Auch der Mann mit den vielen Sachen vor uns lässt sie vor.

Mikesch ist noch immer beschäftigt, und nicht damit mir beim Auflegen zu helfen, als sich der nächste – wir sind noch die letzten in der Schlage – anstellt: Ein junger Mann in Arbeitskleidung mit genau einer Flasche Saft und genau zwei Brötchen.

Auch ihn lasse ich vor und auch er bedankt sich sehr freundlich.

Auch der Mann mit den vielen Sachen tut es uns gleich. Draußen pocht eine große Baustelle und den Klamotten nach gehört der junge Mann da hin und will rasch sein Frühstück kaufen.

Mikesch: „Du lässt alle vor.“

Ich: „Die Frau hatte nur das Papier vergessen, du hast doch gesehen, dass sie auf dem Parkplatz eingeräumt hat als wir angekommen sind.“

Mikesch: „Aber der Türke.“

Ich: „Der Bauarbeiter. Hatte drei Teile. Du hast einen ganzen Wagen voll und kannst mal mithelfen.“

Als wir mit Bezahlen dran sind legt hinter uns jemand mit ebenfalls vollem Wagen auf. Ein Mitarbeiter vom Supermarkt steht neben seiner kassierenden Kollegin und bittet sehr höflich – lauter wirklich freundliche Leute heute – darum, ob er sich mit seiner einen Cola-Dose „vordrängeln“ darf.

„Ja, klar.“

Mikesch sucht sowieso noch ihr Portmonee.

„Immer lässt du alle vor…“

Sie wollen nicht wissen wie lange Madame gebraucht hat um zu bezahlen, weil sie ihre Karte nicht vorher rausgesucht hat. Dann wollte sie unbedingt noch zum Getränkeautomat.

Als wir endlich einpacken rempelt sie einen ausgebüchsten Gehanfänger an. Ich sagte ihr, sie soll aufpassen, dass sie das Kind nicht umrennt.

Sie knurrt, ist überfordert. Sowieso versteht sie nicht warum die Leute gerade heute so viel einkaufen müssen.

TV-People

[Titel frei nach der Kurzgeschichte von Murakami.]

Mikesch ist unglücklich. Die haben ihr nämlich das Fernsehen abgestellt, mitten in der Nacht, jawohl!

Ich kenne mich damit nicht aus und ich will mich damit auch nicht auskennen, aber selbst ich, seit ungefähr einem Vierteljahrhundert fernsehabstinent lebend, habe Plakatwände auf der Straße gesehen, dass irgendein DT-irgendwas zum Monatsende März eingestellt wird und man umstellen muss. Ich vermute, das wird es sein.

Hätte sie, die fernsehen als lebensnotwendig erachtet sich beizeiten drum kümmern können. Außerdem kennen sich bestimmt der Diddl-Maus-Junge oder K. damit aus. Letztere sicher, die hat das Problem nämlich nicht. Aber das ist Mikesch…

Außerdem ist das so ungerecht, jetzt soll sie auch noch für das Privatfernsehen zahlen! Dabei ist sie doch arbeitslos. Reicht schon mit der Rundfunkgebühr… Ich habe keine Ahnung ob sie sich befreien lassen kann. Ich habe ihr vorgeschlagen bei der Agentur zu fragen ob es geht, wenn sie das nicht für nötig erachtet ist das nicht mein Problem.

Muss gerade ich sagen, 60€ im Jahr ist viel Geld!

Ich sage ihr, dass es das ist, und dass es erstrecht viel ist für die Leute, die niemanden haben, der sie finanziell unterstützt. Sie hat zwei Verdiener in der Wohnung, andere nicht.

„Wie? Die Hartz IV-Empfänger müssen das auch zahlen?“

Würde ich so annehmen. Weiß ich aber als Nicht-Fernsehseherin nicht, da ich mich aufgrund dieser Position nicht übers Fernsehen unterhalte und folglich so etwas von Menschen mit Fernseher nicht erfahren kann. Was ich weiß ist, dass man nicht überall automatisch von der Rundfunkgebühr befreit ist. Manchmal muss man das extra beantragen und manchmal wird es auch nicht genehmigt (warum auch immer).

Das versteht sie nicht. „Dann können die also kein Fernsehen mehr gucken?“

„Nur die öffentlich-rechtlichen.“

„Da stimmt doch was nicht!“

„Warum?“

„Im Fernsehen sagen die immer, dass die alles kriegen.“

[Dialog so in etwa noch zwei Schleifen weiter.]

 

Kommando Mikesch von Mikikowski

Manche Dinge ernten beim ersten Mal Augenzwinkern – wenn man denn halbwegs entspannt am Ort des Geschehens eintrifft -, sind beim zweiten Mal nicht mehr witzig, beim dritten Mal nervig und werden irgendwann von der Realität eingeholt. Unter anderem der Satz Sammel deinen Terrorsquad ein, wenn Mikesch irgendwo Mikesch ist.

Für gestern war sie mit jemandem zum Einkaufen im Ruhrgebiet verabredet. Sie ist öfters in der bestimmten Stadt, auch weil ihr Vater dort auf Zeche war. Manchmal fährt sie mit K. zusammen, die stammt gebürtig aus dem angrenzenden Gelsenkirchen. Gestern wollte sie irgendwen anderen treffen.

Das ist schön, das ist gut.

Dann sehe ich eine Nachrichtenseite. Und weil das zu meinem Job gehört, aber nicht nur deswegen, Pestbeule hin oder her, sie muss sich nicht abknallen, zerbomben oder sonst was lassen, schreibe ich ihr, dass sie nicht zu dem Einkaufszentrum kann, weil da alles dicht ist und wo im Internet sie unter anderem sie davon lesen kann.

Keine Antwort.

Könnte auch bedeuten, Info ist angekommen und sie ist gerade dabei umzudisponieren. Es heißt ja nicht, dass sie und ihr Kontakt gar nichts in der Stadt unternehmen können.

Halbe Stunde später: „Da ist Terroralam haben in Radio gesagt“ [Original Mikesch-Schreibung.]

Ich: „Was habe ich dir geschrieben?! Deswegen kannst du da nicht hin. Da ist alles abgesperrt. Müsst ihr euch woanders treffen.“

Mikesch: „Da fährt heute nichts hin Alles zu“

Damit könnte die Angelegenheit erledigt sein. Mikesch ist erwachsen.

Eine Stunde später SMS von K.: „Die Mikesch ist gerade nach Essen gefahren. Was mach ich jetzt?“

Ich: „Essen ist groß. Sie weiß, dass sie nicht zum Berliner Platz kann.“

K.: „Da wollte sie aber hin.“

Ich: „Sie weiß, dass das nicht geht. Sie muss sich was anderes ausdenken.“

Das liest sich so als ob damit alles erledigt wäre. In der Realität heißt das aber, es gehört zu meinen Aufgaben stundenlang Ticker und Nachrichten im Auge zu behalten und alles andere hintenan zu stellen.

Mikesch ist schaulustig. Da ist Polizei, da muss man doch mal gucken und vielleicht kommt man ja doch rein.

Es gab auch Zeiten, da hat sie gerne Menschen in Uniform provoziert.

Wenn das passiert kommt jedes Mal die Frage warum sie keiner zurückgehalten hat. Wir, voran ich, müssen so etwas erklären. Ich finde das entmündigend Mikesch gegenüber, so kann sie nicht üben Verantwortung für ihre Handlungen zu tragen, wenn wir alles und jedes zu 100% ausschließen sollen. Aber das System möchte natürlich Sicherheit.

Weil ich sowieso erschöpft war und auch noch den dämlichen Ticker im Auge behalten musste meldeten sich bei mir so eine Art Panikanfälle. Ich habe bei Überlastung manchmal in der Situation irrationale Ängste. In diesem Fall: Was ist wenn der Computer kaputt geht? Ich kann mir nicht mal eben einen neuen besorgen, weder von den Finanzen noch der Mobilität, ich habe keine Ahnung wie man seit es keine Datenträger mehr gibt Office-Programme auf die Dinger bekommt wenn man so ein fragiles Internet hat wie ich. Ich hänge oft tagelang auf HSPA oder sogar EDGE. Anders geht es aber mit meinen Möglichkeiten nicht.

Nach Stunden SMS von Mikesch: „hoffentlich kommt da nicht in echt ein Anschlag“

Hoffentlich nicht.

Und: „Ich fahr jez zurück wir warn in porscheplatz.“

Keine Ahnung ob da geöffnet war. Ich weiß, dass das um die Jahrtausendwende als ich mal da war noch so hieß, so weit ich weiß heute nicht mehr, aber Mikesch ist mit diesem Namen aufgewachsen.

Und jetzt möchte ich bitte eine Woche ohne polizeilich gesuchte Spinner und Terrorwarnungen.

Ja?

Vielen Dank.

Knastkost für Mikesch und den Diddl-Maus-Jungen

Sowohl dem Stiefvater als auch dem Diddl-Maus-Jungen schmecken die Frikadellen, die ich am Vortag für das Atelier-Kind gemacht habe und weitergeben musste, weil sie dem zu viel waren und ich sie krankheitsbedingt gerade nicht essen kann.

Der Diddl-Maus-Junge findet: „Geil schmecken die.“

Der Stiefvater: „Die sind gut. Kann ich die mit auf Tour nehmen?“

[Sollen sie unter sich klären.]

Mikesch schmeißt sie uns entgegen. „Da ist was Grünes drin!“

Frühlingszwiebeln. Ich musste improvisieren, weil der Laden keine anderen Zwiebeln hatte.

„Ha! Du kannst noch nicht mal kochen! Das macht man mit Zwiebeln!“

Stiefvater: „Es gibt nicht nur eine Art zu machen und mit Essen schmeißt man nicht!“

Mikesch: „Und da ist mit Käse.“

Diddl-Maus-Junge: „Im Cheeseburger bei Mäcces ist auch Käse auf der Frikadelle. Das isst du auch.“ [Für seine Verhältnisse ist das mutig ihr gegenüber, zumal sie bis oben hin zu ist und wir nicht wissen was sie genommen hat. Mir wurde der Blister gezeigt, aber ich kenne den Namen nicht. So viel Kooperation, dass mal einer der beiden Herren übers Smartphone den Namen in die Suchmaschine eingibt gibt es in dieser Familie nicht.]

Stiefvater: „Ich find die gut.“

Der Käse ist auch Improvisation, er musste weg. Ich mache sie aber auch sonst ganz gern mit Feta. Nicht für das Atelier-Kind, das ihn nicht zerlaufen mag, aber wir „Großen“ haben das manchmal ganz gern.

Mikesch schmeißt mit Zigarettenpapier. „Ich hab Hunger!“

„Da ist doch Essen.“

„Ess ich nicht.“

Diddl-Maus-Junge: „Mach kein‘ Scheiß jetzt, friss. Gibt nicht jeden Tag von unten, wenn du dein Geld raushaust.“

[Unten ist eine Imbissbude. Und das Geld für den Monat ist größtenteils weg, Mikesch hat sich neue Staubfänger gekauft.]

Fügt hinzu: „Was anderes gibt es nicht.“ Zu mir: „Die sind geil, echt.“

Wäre Mikesch nicht dabei würde ich ob seiner Zugänglichkeit vielleicht den Versuch machen ihm zu sagen, dass ich das Rezept von einem Recherchekontakt habe, der das in der Knastküche gelernt haben will.