Aus der Schatzkiste: Materie und Form (2015/2016)

Der Kommentare halber stehen gelassen. Der besprochene Text findet sich hier.

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Noch mehr alte Zettel: Hilde

Datiert in Bleistift auf kariertem Recycling-Papier 29.08.2011 6.54h. Man merkt schon ein bisschen die spätere Sprache raus.

 

Sie sieht diese Szene, die nicht ihre ist. Die auch nicht ihre sein kann, da sie nicht drin vorkommt. Vielleicht auch nicht vorkommen kann. Stattdessen ist da ihre Mutter als junge Frau und steigt nackt aus einem Bett aus dunklem Holz mit dicker weißer Wäsche, geht über Holzdielen mit einem abgenutzten orientalisch wirkendem Teppich und steigt in ein anderes Bett am Fenster. Es sieht aus wie das erste, ist aber ein anderes. Im ersten Bett wendet sich jemand, man sieht nur den Haarschopf. Ihre Mutter hebt das Bein an, eine Spur daran ist feucht. So wie wenn man weint denkt sie einen Moment lang. Hilde ist kein Kind mehr, sie weiß was das heißt. Und sie versteht warum das Zimmer immer abgeschlossen war. Glaubt sie. Wenn auch nicht dieses.

Und warum dann in Farbe?

 

Von einem alten Zettel/Fundstück von 2011

Ich hatte Ihnen ein bisschen wiedergefundenen Fiktions-Kleinkram versprochen. Das untenstehende ist datiert mit 24.August 2011 1:16h, also schon ziemlich alt. Ich kann mich nicht erinnern, dass die Atelier-Kind-Familie in meiner kreativen Wahrnehmung damals schon eine Rolle gespielt hätte – zeitweise machte ich Experimente mit den unterschiedlichen Sprachstilen, -eigenheiten und -grammatiken von Schriftdeutsch und Deutscher Gebärdensprache, meiner Erinnerung nach aber erst danach -, wenn ich es nicht falsch im Kopf habe waren die Gehörlosen, die dieses Stück (möglicherweise, es entstand im Halbschlaf) inspirierten Vicky, ihre Brüder Stefan und Daniel und ihre Mutter Petra. Die kannten und kennen die Atelier-Kind-Familie nicht.

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