Anderer Leute Worte

Falls Sie bis Mittwoch auf irgendeine dieser Großveranstaltungen zu gehen planen an denen man mit Zuckerzeug beworfen wird und gezwungen feucht-fröhlich sein muss und bemerken, dass diejenigen Menschen, die vielleicht neugierig und fröhlich, aber in irgendeiner Art und Weise anders sind (sei es von der Herkunft, Hautfarbe, Religion, physischen Merkmalen oder sonst was) irgendwie nicht dabei sein dürfen, denken Sie über diesen Artikel auf dem Landlebenblog nach, in dem Friederike Kroitzsch von der Geschichte einer Ausgrenzung erzählt.

Anderer Leute Worte

Zuerst gesehen beim Unverlinkbaren, der als Sohn einer Heroin-Userin aufwuchs und zwar mit allem, was man da zu sehen bekommt und nicht nur als Kind nicht mal eben wegstecken kann und heute auch bei textstaub: Sick über Suchtprävention via Youtube.

Dazu passend folgendes, sonst wäre es irgendwann vielleicht im Musikprojekt aufgekommen. Ich mag es nicht wirklich, aber es geht um das was sie singt und dafür brauchen Sie kein Heroin oder einen anderen Stoff, dieselbe Dynamik gibt es auch mit den die Sucht unterstützenden Angehörigen, die zu zu nah dran sind.

[Zum Beispiel Mikesch, die damals noch nicht selber „drauf“ war für den dergl-Vater – für den zerriss sie sich, für den verhungerte sie, für den vergaß sie sich… oder der Diddl-Maus-Junge für Mikesch – für die zerreißt er sich, für die vergisst er sich… und mangels anderer Erfahrung findet er das so wunderbar (das gibt ihm das Gefühl was wert und unersetzbar zu sein).]

Anderer Leute Worte

Und noch mehr gut Gesagtes von jemand anderem. Diesen hier lesen viele, aber nicht jeder von Ihnen, also schauen Sie mal hin, schon von gestern: Glumm über Die Rückkehr der lächerlichen Leute , auch bekannt als Trump und die Clique, die in Koblenz meinte, sie müsste irgendwelche Nationen befreien. [Meine das nur ich oder erinnert der Wilders auch Sie auch optisch an Grandpa Munster?]

Und noch einen nachgetragenen völlig anderen Lese-Hinweis, weil gerade so kalt ist (kalt ist mehrdeutig gemeint): Auf dem Ankerherz-Blog erzählt ein junger Mann, er heißt Dominik Bloh, der zeitweise in Hamburg ohne Obdach war/ist in der Rubrik „Ankerschmerz“ vom Leben da draußen. Heute davon wie viel Leben in eine Sporttasche passt.

[Ganz „völlig anders“ ist es doch nicht, wir wissen doch alle was die, über die Glumm schreibt von Menschen ohne Wohnung halten und die Gewalttaten gegen Menschen ohne Obdach nehmen auch zu. Das hängt alles zusammen.]

 

Update: Nochmehr von Ankerherz

Anderer Leute Worte

Auf dem Blog VOCES INTIMAE von Solminore – gibt es schon sehr lange, ist aber dennoch nicht ganz so bekannt -, gibt es heute Morgen eine großartige Ode an die ersten Tagesstunden. Wenn Sie mal schauen wollen (wie wir das in Heidelberg/Mannheim gesagt hätten):

Der erste Kaffee am Morgen, seit Jahren geliebtes Ritual. Der geschützte Raum am Saum zwischen Tag und Nacht, wo beides noch gleich möglich ist, Dunkelheit und Licht, alle Wege offen, Schlaf oder Wachsein, Traum oder Wirklichkeit ununterscheidbar. Das Schweigen von der Straße her.