Über die Fremden

Christiane ruft ein neues Etüden-Pausenspiel aus und H. von them lot hat gestern von einer Begegnung mit einem Menschen, der die Amischen verlassen hat erzählt. Ich habe zugegebenermaßen keine Ahnung davon, aber irgendwie ähnlich könnte das sein:

 

Die Leute, die aus der Stadt mit den großen Autos kamen kannten solche Blumen nicht. Nur eine Sonnenblume und wir hatten gedacht, die gibt’s überall, aber sie machten sich nicht nur über unsere Kleidung und die Fuhrwerke lustig. Das ist das Schlimme: Man darf nicht gekränkt sein. Man darf sich nicht wehren wenn sie einen wie eine Stadtpuppe im altertümlichen Kostüm anfassen und munter drauf los fotografieren, Gott will das nicht, und man muss denken, dass es nicht richtig ist; dass man weiß, dass diese modernen Stadtmenschen denken, dass man Trübsal bläst. Eigentlich muss man so tun als ob sie gar nicht da wären, sie verstehen ja doch nichts davon.

Einmal war während der Feldarbeit eine Familie mit einem kleinen Kind und einem Mädchen da. Wir haben sie nicht um ihre Kleidung beneidet, aber wir wollten alle das, was dieses Kind in der Hand hielt. Ein Stadtgebäck, das es bei uns nicht gibt, es heißt Schokokeks.

Das Mädchen sah so zu uns wie wir von ihr wegsahen, damit Gott uns nicht sah. Es fragte die Mutter nach unseren Hauben.

Die Frau sagte was wir sind, etwas anderes und „Die kommunizieren hier noch mit Flaschenpost.“

Dieses Wort hatten wir nie gehört.

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