Rote Flaschen-Gespräch

„Das ist ein Feuerlöscher.“

„Ja.“

„Warum hast du einen Feuerlöscher mit?“

„Weil ich ihn gerade gekauft habe und wir jetzt einen Termin haben, das heißt, ich kann ihn nicht nach Hause bringen, sonst kommen wir zu spät.“

„Brennt es bei dir zu Hause?“

„Wenn es jetzt bei mir zu Hause brennen würde, dann wäre ich nicht hier.“

„Warum kaufst du dir dann einen?“

Falls es mal wieder brennt, so wie meine Küche damals. Hätte ich da schon einen gehabt, wäre das vielleicht nicht so schlimm geworden.“

[Ich habe allerdings noch nie einen benutzt, deswegen hoffe ich einfach mal, dass ich das Ding im Notfall bedienen könnte und es wirklich löscht.]

Mikesch tut nachdenklich. „Feuerlöscher zum Feuerlöschen… Könnten wir auch gebrauchen…“

[Es kann sein, dass sie den Sinn von Feuerlöschern in Privathaushalten wirklich nicht versteht.]

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2 Gedanken zu “Rote Flaschen-Gespräch

    1. Dazu musst du denken wie Mikesch. Die kann sich nicht vorstellen, dass es in Häusern brennt, weil das nicht sein darf. Für sie ist nichts real, was nicht sein darf, das packt die kognitiv nicht mehr, das ist eine komplett eigene Wahrnehmung, durch die man nur manchmal zufällig, wie in meinem letzten vom Gespräch protokolliertem Satz, durchkommt und dann hat sie so lichte Momente, wie dass man einen brauchen könnte.

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