Wer’s verstehen will versteht es. Ich meine ja nur, der Sänger musste auch mal fliehen als junger Mann.

[Schöne Performance, aber zufällig auch das Lieblingslied von einem Sohn von Salma.]

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4 Gedanken zu “

    1. Ich glaube, das könnte man auch anders lesen als es wahrscheinlich gemeint ist. Ich sehe es als positiv gemeint, du bist in einem Alter, dass du die Hochphase noch mitgekriegt hast und daher durchaus beurteilen kannst wie er auf dich gewirkt hat (und er war ja nicht unbedingt das, was man sublim nennen kann). Aber woanders würden sie jetzt vielleicht schreien „Steinigt ihn“.

      Es wird keinen syrischen Popstar geben.

      Stell dir vor, Mercury hätte es nie oder nie mit dem Bekanntheitsgrad gegeben. In Deutschland oder vielleicht auch post-Brexit England oder Trump-USA kommt ein Typ, sagt, er heißt Farrokh Bulsara, ist Parse und möchte gern groß Karriere machen, weil er singen kann. Das würde heute nicht mehr funktionieren. Für ihn hat geklappt was geklappt hat weil es zu genau der Zeit möglich war. Es gibt Möglichkeiten den Koran in europäischen Sprachen zu lesen, man kann Moscheen besuchen und es gibt auch viele Moslems, die bereitwillig aufklären, dass ihr Glaube nicht menschenfeindlich oder terroristisch ist, dass es aber Gruppen gibt, die ihn dazu instrumentalisieren. Das heißt über die wahrscheinliche Religion eines syrischen/irakischen/iranischen/afghanischen etc. Popstars kann man sich informieren und spätestens dann müsste gut sein mit Angst. (Ist aber nicht, die Leute sind zu aufgehe(i)(t)zt). Wer kennt das Avesta? Wer weiß was Parsen glauben? Zarathustra kennen wir doch eigentlich alle, wenn überhaupt, dann nur von Nietzsche. Wenn dann noch irgendwer aufschnappt, dass da Feuer eine gewisse Rolle spielen, dann bekommt irgendein Tr..ottel ganz bald das Jucken in den Fingern und es läuft über sämtliche Kanäle, der Parse ist Terrorist und hat aus Glaubensgründen das Londoner Hochhaus, deutsche Flüchtlingsunterkünfte oder was weiß der Geier angezündet.

      So wirst du kein Star. Mit einem Moslem liefe dasselbe.

      Auch wenn unter den Bekannten der Söhne von Salma einige vermutlich talentierte Musiker dabei sind.

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      1. Das schöne bei den Künstlern ist ja, dass sie sich eine Bühnenpersönlichkeit zulegen können. Keiner kannte Fredys wahren Namen Geschichte, seine Religion und dass er schwul war, hab ich damals auch nicht gewusst. Gab ja noch kein Internet. Aber er hat zuverlässig Macho Musik gemacht, auf die junge Männer abrocken konnten. Dass es ein sensibler, kleiner Mann war, sehe ich erst heute. Und so wird es auch künftig sein: wenn die echte Identität nicht zieht, oder zu problematisch ist, erfindest du dir halt eine neue und gehst damit auf die Bühne.

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        1. Ob das schön ist, ist die Frage. Am Anfang sicher, aber je länger man damit lebt umso schwieriger ist es beide Persönlichkeiten wieder zusammen zu führen (Klaus Nomi zum Beispiel ist daran gescheitert). Damals war das auch sicher noch leichter als heute wo praktisch erwartet wird, dass du alles öffentlich machst und dir sofort eine Medienpersönlichkeit zulegst (auf sämtlichen Kanälen möglichst offen und kontrollierbar zu sein nennt man dann „authentisch“). Mercury scheint es zumindest bis zu einem gewissen Grad oder Zeitpunkt geschafft zu haben – so viel weiß ich über ihn nicht -, war dann aber natürlich gerade durch die AIDS-Hysterie auch Spekulationsobjekt (wie in Deutschland Anfang der 90er Rio Reiser).

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