Der Sinn schöner Bilder

Du, dergl, der mit der Zunge da in das Malbuch, ist das nicht der Alfred Einstein?

Der heißt zwar Albert, aber ansonsten richtig. Malen nach Zahlen mit Prominentengesichtern. Mängelexemplar aus dem Remittendenladen, sie malt ja so gerne.

Du, – zum Stiefvater -, die dergl sagt, das ist der Einstein, soll’n wir uns den an die Wand hängen?

Nä!

Warum nicht? Du bist doch auch so intelligent.

Nä!

Wohl. Siehste, dergl, nie lässt mich einer was machen.

 

[Ich schließe nicht aus, dass sich das lustig liest wenn man dabei nicht im Kopf hat in welchem Zustand das ablief.]

***

Mikesch hatte sich zum Geburtstag von irgendwem ein Computerspiel gewünscht. Fragen Sie mich nicht was, ich habe davon keine Ahnung. Die Person, die es ihr schenken sollte um so mehr, also ist es sehr gut.

Nun hat Mikesch der Person eine Verpackung gezeigt – das will sie haben! – und die Person, die sich damit gut auskennt erkannt, dass diese Version des Spieles auf Mikeschs Betriebssystem nicht läuft.

Und Mikesch das erklärt.

Weil Mikesch wie viele suchtkranke Menschen solche Dinge aber nicht glaubt – das muss doch gehen! Vielleicht bei denen nicht, aber bei ihr! – ist der Mensch darauf umgeschwenkt ihr nicht das Spiel selbst sondern einen Amazon-Gutschein zu schenken, mit dem sie sich das Spiel kaufen kann.

Ich halte das für eine gute Lösung. Mit einem Menschen, der mit seinem Suchtmittel voll und von etwas überzeugt ist zu diskutieren bringt nichts außer ruinierte Nerven. So hat sie selber die Wahl und muss dafür auch die Verantwortung übernehmen.

Auch K., ihr Mann und ein Sohn sagen Mikesch, dass die Spieleversion in der Verpackung, die sie haben will mit ihrem System nicht läuft und raten zu einer anderen Version. Da ist das Bild vorne nicht so schön, aber es wird laufen.

Mikesch mag keine gut gemeinten Ratschläge – die werden schon sehen! – und bestellt sich für den Gutschein die Version mit dem von ihr bevorzugten Cover.

Wurde auch prompt geliefert, es musste natürlich Eillieferung sein.

Die werden schon sehen, die!

Dass es nicht geht.

Das geht für Mikesch nicht.

Ich möchte nicht wissen was der Kundenservice von ihr gedacht hat als sie die „kaputte CD“ reklamieren wollte. Steht zwar nicht drauf, dass die mit Betriebssystem XY kompatibel ist, aber DAS. MUSS. DOCH. GEHEN!

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2 Gedanken zu “Der Sinn schöner Bilder

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