Abrisse aus der Offlinezeit

Vorab: Mein Internet kränkelt schon wieder. Wenn ich wieder plötzlich weg sein sollte liegt es zu 99% daran. Die 1% sind für die anderen Fälle der Fälle, die könnten ja auch eintreten.

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Habe ich eigentlich erzählt, dass wir doch eine Schultüte packen? Besser gesagt: Wir packen mit. Michael ist Feuerwehrmenschen-Kind, seine Großeltern von einer Seite werden zu Hause gepflegt. Dazu muss man draufzahlen, solche Menschen – andere Diagnosen als Mikesch – kämen billiger irgendwo in der Geschlossenen. In meinem Schrank liegt seit Jahren die irgendwann des Inhaltes halber im Schlussverkauf für das Atelier-Kind erworbene Federmappe, die zu dem von den Eltern ersteigertem Schulranzen passt. Viele Feuerwehrmenschen sind nicht sehr liquide und Schulranzen-Sets – es gibt kaum noch einzelne – kosten heutzutage mindestens 250€, wenn sie etwas aushalten sollen. Also wurde ein Ladenhüter von vor x Jahren ersteigert. Michael steht nicht so auf Ritter, aber wenigstens ist der Ranzen blau. In der Federmappe ist alles drin, sie wurde nie benutzt. Der Mit-Künstler spendet ein noch verpacktes, für seine Zwecke untaugliches Pinselset. Das Atelier-Kind hat auch eins – er hatte in einem Anfall von Euphorie ursprünglich drei Sets gekauft – und für Kinderzwecke eignen die sich gut. Irgendwer findet sicher auch noch einen Malkasten. Von einer anderen Feuerwehrfrau kam ein Fehlkauf Creaplast-Knete.

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Skandal in der Spielzeug-Abteilung: Ha, es gibt Babypuppen „mit Schnibbel“ dran! Mikesch findet das zum Schießen komisch und versteht nicht warum niemand sonst. So weit ich weiß ist es normal nach der Geburt das Geschlecht eines Neugeborenen danach zu bestimmen ob es weibliche oder männliche äußere Geschlechtsorgane hat. Die meisten Männer, die ich kenne behaupten jedenfalls steif und fest (keine intendierte Doppeldeutigkeit), dass sie schon immer Glied und Hoden hatten. Ausnahmen bestätigen die Regel. Jedenfalls bin nicht nur ich von „Guck mal, der hat einen Schnibbel!“ verstört, Mikesch wiederum von der Information „Es kommen auch Jungen zur Welt.“ Und zwar als Baby. Ich weiß das, ich habe meinen Bruder 1986 zwanzig Stunden nach seiner Geburt besucht. Er konnte nicht Susi heißen, weil er ein Junge war. Mikesch war nicht erfreut, dass mein Vater und ich den rosa Kinderwagen umgetauscht haben, den sie so toll fand. Die damalige Frau vom Küchenficker hat in Rekordzeit gelbe Klamotten besorgt. Rosa mit Herzchen geht auch für die erste Woche für männliche Babys in dieser Familie nicht. Als Mikesch ihn dann zu sehen bekam hat er erstmal zu hören bekommen was er jetzt für einen Scheißnamen hat, weil Susi nicht ging. Wir hatten sicher mit einem Mädchen gerechnet und meine Eltern sich keinen Jungennamen ausgedacht. Ein Glück, dass mein Vater mich fragte, sonst hätte der Arme namenstechnisch noch größere Traumata als ich, denn das erste, das meinen Vater selber einfiel wäre nicht unproblematisch geworden. Der Betthimmel hatte rosa Elefanten. (Nicht gesponsert von der Bundesbahn!)

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Mikesch mault weil ihre Schwiegereltern ihr etwas vorgesetzt haben, dass sie angeblich noch nie gegessen hat. Sie will mir weismachen, sie kennt keine Erdbeeren.

Bei mir ist übrigens mal wieder der Wohlstand ausgebrochen weil ich auch welche habe. Aber ich Schwein, ich blöde, habe sie in den Salat geschnitten.

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Hatte ich von Herwig erzählt? Den haben Enno und Auguste neuerdings im Schlepptau. Er heißt wie er heißt weil er her kam und nicht mehr wich, mit dem Handschuhschenker hat das nichts zu tun.

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Das zweite Knäul

Als ich heute vor zwei Jahren hiermit begonnen habe, habe ich nicht geglaubt, dass ich das, was sich seit acht Monaten drüben in den Tintenklecksen mache jemals wieder können würde. Die Fädenrisse waren auch ein Versuch nach dem großen Kollaps Ende 2014/Anfang 2015 wieder schreiben zu lernen. Gewollt habe ich es nicht mehr.

Ich dachte auch nicht, dass ich den letzten Kollapstext je wieder vorholen und überarbeiten, geschweige denn herzeigen würde. Dass es so kam liegt an den Fädenrissen und Ihren Lesern und Kommentatoren. Vielen Dank dafür!

[Materie und Form, damals noch Abweichungen und später namenlos, entstand in der Erstversion nachts am 18. Januar 2015 und blieb lange Zeit unfertig liegen. Ich habe die original Handschriftversion, Bleistift auf kariertem Papier immer noch. Als ich sie im Sommer letzten Jahres wieder las und aufnahm hatte ich keine Ahnung, dass es werden würde was es geworden ist.]

Materie und Form war nicht nur das Katapult für alles was danach kam, seien es die Kleckse, also wirklich morgens noch nicht ganz im Tag dem Stift in der Hand zu behalten und einfach komplett uneditiert zu machen, oder die „Susanne“ in ihrer jetzigen Inkarnation – hätten Sie mir letztes Jahr im Mai gesagt, ich würde ab Oktober an etwas sitzen, dass sich als romanesk herausstellt, ich hätte Sie nicht ernstgenommen –, und wahrscheinlich sogar für die Art in der die Herkömmlichen sich machen. Die wurden zwar bewusst literarisch von mir begonnen, aber sie sollten eigentlich keine Literatur sein, sondern waren als Ausstellungsstück geplant. Ich wusste nicht, dass sie so ausufern und dass sich praktisch unsere ganze Familiengeschichte und nicht nur der Teil, der im ersten Blatt offenbar wird mit seinen Folgen entrollt. Aber es ist in Ordnung. Und erstaunlich, dass ich es so kann. Es entstand ursprünglich auf Notizzettel hingeschmierte Erinnerungsfetzen während der Arbeit an einem Sachtext für einen Reader über Gewalt in Familien mit behinderten Kindern. Wo es hinführt weiß ich nicht, es kommt rein was hoch kommt.

Als ich Materie und Form im letzten Sommer zunächst noch namenlos zeigte kam so gute und konstruktive Rückmeldung – danke Gerda und Alice, die auch versucht haben bei der Titelsuche zu helfen -, dass ich überlegte, ob und dass es möglich wäre so weiter zu gehen und eine Art Kurzprosasammlung zu machen. Das Thema hat unendliche Facetten, wird „nie“ diskutiert – selbst in Fachkreisen oft nur im Kontext mit schwer gehbehinderten und oft immer noch mit dem ausschließlichen Fokus auf Männer – und wenn es eine kann, dann ich, auch von der Form her.

Es ist wichtig textlich anzureißen und stehen zu lassen, dadurch entfaltet sich die Wirkung und es weckt – damals in der Diskussion gesehen – auch Interesse. Jules Reaktionen und Unsicherheiten sind nicht merkwürdig. Für eine körperbehinderte Frau, die so sozialisiert wurde ist sie völlig normal. Was sie von anderen unterscheidet ist, dass sie Mutter ist. Das worin sie aufwuchs heißt nicht umsonst im Insidersprech „Sonderwelten“. Die allermeisten meiner irgendwie behinderten Recherchekontakte wuchsen so auf. Das ist die Regel. Es wirkt nur anders, weil es kaum thematisiert wird und die bekannteren Protagonisten der Prostestbewegung meist zu dem winzig kleinen Prozentsatz gehören, die inklusiv beschult wurden. Das gibt natürlich ein verzerrtes Bild.

Damals in meinem Übermut über diese Idee, weil ich mir sicher war, ich könnte es, registrierte ich den passenden URL. Und dann geschah erstmal nichts. Lange nichts.

Ich kann mir keine Geschichten ausdenken. Charaktere müssen zu mir kommen und dann muss ich Filme sehen, die ich transkribieren kann. Aber es kam nicht. Vielleicht kam die jetzige Inkarnation der „Susanne“ dazwischen – auch da gibt es unter anderem eine behinderte Mutter, aber auch die nichtbehinderten Verwandten eines behinderten Mädchens -, vielleicht auch die heiße Phase der Proteste gegen das Spar..äh… Sie wissen schon.

Jetzt im Mai während der Offlinezeit kam die Latüchtengeschichte. Die eigentlich die Geschichte von Gerold ist, der wiederum nur der zweite Charakter in der Geschichte von Swantje ist. Swantje kannte ich bis die Geschichte kam noch nicht. Gerold und ich hatten etwas Gebalge weil ich ihn zwar kannte und mochte, aber keine Ahnung hatte wo er hingehörte.

Die Geschichte von Swantje, Gerold und Linda – das ist jemand, den ich eigentlich gar nicht wollte -, ist nicht so offensichtlich „anders“ als die von Jule und Moritz. Sie kann aber als in den Komplex passend verstanden werden, weil nichts über Swantje als solches gesagt wird.

Ich habe sie zusammen mit Materie und Form der Lesbarkeit halber ausgelagert auf den damals registrierten URL. Im Gegensatz zu den Klecksen kann dort auch kommentiert werden. Vielleicht enthalten Ihre Kommentare ein paar Anregungen für mich, so dass die nächste Geschichte in geringeren zeitlichem Abstand entsteht.

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Bei der Parade gab es insgesamt vier Beiträge. Sehr gut, danke an die Beitragenden. Ich denke nicht, dass bis übermorgen noch etwas dazu kommt. Deshalb dazu dann kein Extrabeitrag.

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Von gestern bei der Mützenfalterin. Ich musste an Mikesch denken. Ihr Vater erhängte sich in seinem Garten.

Küchenficker-Nachlese

Während meiner digitalen Nichtverfügbarkeit ist Mikesch sämtlichen Leuten auf den Wecker gefallen. Leuten, mit denen sie zumeist seit Jahren keinen Kontakt hatte und die sie auf Sozialen Netzwerken zusammen gesucht hat. Sie kann sich das mit dem Küchenficker nämlich nicht vorstellen. Dass der so einfach anonym verscharrt wurde. Die Eltern haben doch so einen schönen Grabstein. Kann doch nicht sein, dass die Behörden den einfach irgendwo… und kein Mensch erfährt was.

Die lügen bestimmt alle!

Einige der Leute, denen sie das unterstellt und die zum Teil zwar auch von ihm entfremdet waren, die aber wenigstens räumlich nahe dran wohnen und ihn möglicherweise im Winter noch irgendwo im Sinne von Guten Tag und Auf Wiedersehen auf der Straße gesehen haben sind wegen ihrem Verhalten nun sauer.

Kann ich verstehen, wäre ich auch. Schon dieses Spionieren nach Daten ist kein Verhalten, meines Erachtens nach.

Einer schreibt mir den Link zur Facebook-Seite des Küchenfickers. Ich mag kein Facebook, ich bin da nicht, werde da nie sein und schaue mir auch keine Profile an, wegen der Mail klicke ich aber doch hin.

Ich weiß nicht wie alt die Bilder sind, aber dieser Mensch, der gegangen ist wird sehr präsent. Einer mit Vorlieben und Vereinsengagement, der auf einer Transplantationswarteliste stand und an der Universität beschäftigt war. Nicht als Dozent oder Forscher, im technischen Stab. Irgendwann, obwohl wie mein Vater von Beruf Sohn, auf dem Boden der Tatsachen angekommen.

Der Mensch mit der Email schreibt mir auch, dass Mikesch meint, der Jaguar wäre dem Diddl-Maus-Junge versprochen gewesen. Da sieht man wie lange es keinen Kontakt gab, denn dieses Auto wurde 2009 oder 2010 verkauft. Auch die Häuser in München. Damit wurde Privatinsolvenz abgewendet und Arztrechnungen bezahlt.

Dass sie nichts bekommt ärgert sie mehr als dass da ein offenbar schwerkranker Mensch (man kommt nicht ohne Grund auf eine Transplantationsliste) am Ende tot in der Wohnung lag und vielleicht die Tatsache, dass er im Jahre 2017 seine Medizinrechnungen (Arztrechnungen inbegriffen) nicht mehr begleichen konnte mit daran Schuld ist.

Mach’s gut, J., wo auch immer!

Wochen-Soundtrack

Fiel mir gerade beim Mikesch-Kram vorsortieren ein. Ich kann nicht für sie telefonieren und ein Mofa zum Frisieren hat sie nicht, der Rest passt so oder so ähnlich:

 

(Wie viele Leute damals wohl verstanden haben, dass das so eine Art Satire darstellen sollte?)

Lebens-Zeichen*

Ich bin nun so halbwegs durch alles, was ich in der Offlinezeit verpasst habe durch. Die Woche wird vielleicht etwas ruhiger, weil ich erst noch alles was mit Mikesch zu tun hat aufholen muss, aber es kommt wenigstens ein Jubiläumsartikel und wenn ich es zeitlich schaffe zu formatieren die Latüchtengeschichte.

Was mir wirklich Sorgen macht ist das Atelier-Kind. Die neue Landesregierung steht nicht so auf Inklusion – tat die alte auch nicht, aber Sie können sich denken was ich meine – und Sonderschulen sind billiger. Ich schätze also unser Kampf um den Schulplatz wird noch mal Fahrt aufnehmen müssen. Die kennen Tricks, wenn sie sich nicht trauen den Schulplatz wegzupoolen, denn dann könnte man ja klagen, dann machen sie irgendwas, dass die Dolmis dauernd ausfallen (so was lässt sich über Kosten „regeln“, wir kennen einen Fall) und wenn er dann nicht mehr mitkommt wird – typisch für dieses Bundesland, zigmal beobachtet – aus einem normalintelligenten Jungen mit Realschul- oder Gymnasialempfehlung ganz schnell per „Gutachten“ (ha ha) ein Lernbehinderter…

Es zehrt. Wir tun was wir können, er tut was er kann – er hat verdammt noch eins ein geschrieben flüssiges Deutsch und ist kein Muttersprachler, Gehörlose lesen oft nicht so gerne, weil Deutsch eben für sie eine Fremdsprache ist, die sie genau so lernen – alles, was in meinen Regalen für sein Alter passt hat er durch und kann erklären was er gelesen hat -, die Dolmetscher tun was sie können. Seine Berufswünsche sind die vieler anderer Jungen in seinem Alter. Einiges davon ist nicht möglich – Pilot geht einfach nicht und das weiß er -, anderes ist nur in Deutschland nicht möglich. In unseren Nachbarländern zum Beispiel praktizieren gehörlose Ärzte. Warum soll er nicht Bühnentechniker werden? Man muss nur youtube bemühen, da gibt es Videos von gehörlosen Musikern. Ich kannte mal einen gehörlosen Mann, der unbedingt Tänzer werden wollte. Ein Mädchen, das die Atelier-Kind-Familie kennt macht Breakdance. Und rühmen sich die Deutschen nicht sogar mit einer Type, die ohne Gehör komponiert hat? Also bitte. Und als Maler brauchen Sie eh kein Gehör. Fragen Sie Ihre Suchmaschine zum Beispiel nach Dieter Fricke (wäre der erste zeitgemäße aus Deutschland, der mir jetzt spontan einfällt).

*Das Wort Zeichen im Kontext von Gebärdensprache ist eine Diskriminierung, also nicht, dass es falsch verstanden wird. Es hat nichts mit Gebärde zu tun. Es geht mir um den Sinn von „Zeichen setzen“, wenn wir nun wieder verstärkt für das Recht vom Atelier-Kind kämpfen müssen.

Lebenszeichen

Ab 13. Mai fiel mein Internet aus.

Das Warten bis der Kundendienst oder Provider in die Gänge kommt ist sicher auch dann zermürbend wenn man Dinge anders machen kann als ich. Ich schrieb hin und musste warten, andere hängen vielleicht zusätzlich zum Schreiben noch stundenlang in Callcenter-Warteschleifen nur um gesagt zu bekommen, sie müssen es schriftlich machen. [Bei meinem Provider muss man etwas hinschicken.] Nach zehn Tagen ohne Reaktion von Seiten des Providers nach zweimal hinschreiben und einem versuchten Kontakt an die SMS-Nummer des Kundendienstes kam ich mir auch ohne das verarscht vor.

Ich bin erschöpft und entnervt einfach nur vom Warten.

GROSSER DANK an meine 90-jährige Nachbarin, die versucht hat, die Angelegenheit für mich per Telefon zu regeln. Und letztlich erfolgreich war.

Rückblick auf zwei Wochen Zwangs-Analogzeit

Sie war letztendlich nervenaufreibend, hatte aber auch ihre Vorteile und in den ersten Tagen, als ich noch mit zwei bis fünf Tagen kalkulierte – Samstag der Ausfall und die Benachrichtigung an den Provider und ich hoffte, Mittwoch, spätestens Donnerstag (17./18.) wäre die Sache erledigt – sogar entspannend und nährend. Zunächst konnte ich sehr gut arbeiten.

Diese ersten Tage haben der „Susanne“ gut getan. Kurz davor schlich sich etwas hinein von dem ich nicht wusste was ich damit machen sollte, weil ich es eigentlich nicht haben wollte. Es lenkt vom dem ab, was ich machen wollte und weil ich „machen wollte“, eine bestimmte Art von Geschichte erzählen, schlich es sich immer wieder in den Text und ich dachte jedes Mal Das ist ein Lückenfüller, es passt nicht. So wie es war tat es das auch nicht. Dazu musste ich offener werden und zulassen, dass ein Charakter sich gefühlt um 180° dreht. Der Fokus hat sich verschoben, ohne dass mir im Schreiben darüber bewusst war. Um das zu merken habe ich diese Ruhe gebraucht. Und kaum, dass mir das klar wurde, machte das, was sich eingeschlichen hatte eine Transformation durch und passte. Es ist wie schon bei der Länge des Textes ganz erstaunlich für mich zu sehen was sich da tut und was da erzählt werden will. Acht konzentrierte Stunden am Tag sind – zumindest bis man von entspannt zu angespannt wechselt und es deshalb mit der Konzentration vorbei ist – ein Geschenk. Ich habe die Zeit sonst nicht.

Und ich habe längere Zeit mit Gerold gekämpft. Ich war mir sicher, er sollte in einer Kurzprosa auftauchen. Aber ich hatte keine Idee.

Bis zu dieser Zeit, in der ich vom Weltlichen ab war (ich habe nicht mal die Wahlergebnisse in NRW zeitnah mitbekommen). Innerhalb von fünf Stunden. Völlig anders als ich wollte und auch damit – nicht nur stilistisch – ähnelt es Materie und Form. Es ist ebenso eine Art Ausriss aus einer Situation, von der man nicht weiß wie genau sie weiter geht [ich auch nicht]. Beide Stücke ungefähr gleich lang.

Zwar gibt es in der Geschichte von Gerold, die sich eigentlich nicht um ihn dreht, keinen offenbar behinderten Menschen wie in Materie und Form und ich wollte eigentlich dessen Fokus beibehalten, aber möglicherweise –objektiv gelesen – könnte es sich bei einer der Frauen um eine mit eine unsichtbaren Behinderung oder einer, die ihre Behinderung verdrängt und ableugnet handeln. Das ist offen. Ich habe das nicht bewusst so gemacht, sie ist wie sie ist. Diesmal war auch der Titel leichter.

Vielleicht zeige ich es Ihnen hier, vielleicht lagere ich es aus, wie ich angedacht hatte als ich geplant hatte „in Serie zu gehen“, also Kurztexte um den Komplex separat zu sammeln.

Das würde wie bei den Herkömmlichen, weniger ein Blog und mehr eine Seite werden. Im Falle der Geschichten wohl in der Art Lesebuch mit Kommentaren. Bei Materie und Form wurde im Anschluss wertvoll diskutiert.