Ein neues Projekt

Den Worten, die Nadja schreibt in ihrer verlängerten Automatik mit Stift in der Hand mangelt es manchmal an Buchstaben oder es fehlt die Grammatik. Manchmal weiß Nadja nicht was die Worte bedeuten oder ob Worte nicht eigentlich Wörter sind, weil Nadja nicht weiß was in Wirklichkeit Sprache ist. Das, was während sie aufwuchs gesprochen wurde ist ein Mundwerk, aber zuruckverfolgen auf seine Ursachen lasst es sich nicht.

Aus meinem Stück Die Herkömmlichen

Die Herkömmlichen ist ein noch wachsendes Konzeptstück in Text, das sich eher zufällig als Begleiterscheinung zu einer anderen Arbeit entwickelt hat. Aufgrund der Umstände, in die mich ein gewisses Gesetz gebracht hat kann ich es nicht in eine Installation einbauen.

Die ersten Texte sind im Januar und Februar entstanden, im März kam keiner dazu. Der erste, bis jetzt längste, der wenn man es insgesamt als Text sehen will wohl die Exposition geben würde, entstand im Januar über mehrere Tage und behandelt etwas aus der Biographie meines Bruders, das ich vielleicht in einem Ausstellungskontext hätte zeigen können, bei dem ich als Text aber eine gewisse Hemmschwelle zu haben scheine.

Ich glaube, es ist kein Zufall, dass dieses Stück als erstes entstanden ist, das bis jetzt längste ist und die anderen anführt. Ich hätte es gern über mehrere Tafeln verteilt an eine Wand in einem weißen Raum gehangen.

Weil ich diese Stücke nicht ungenutzt lassen wollte und zudem für mich probieren wollte ob ich sie aussetzen kann habe ich sie abgetippt und auf einen URL gestellt, den ich ursprünglich für etwas, das ich für die Amerikaner machen wollte registriert hatte.

Nicht nur weil dieses Konzeptstück als Gesamtes sehr fragil ist und ich wissen will wer das liest habe ich es privat gestellt.

Der Ausschnitt oben gehört in die Perspektive der Familientochter, das war meine Rolle. Und vielleicht erkennen sie das auch, ich habe in den Fädenrissen über meine Probleme mit Sprache gesprochen.

Wenn jemand von denen, die hier schon länger lesen und kommentieren und wissen, was sie da erwartet mitgehen möchte, dann bitten Sie um Einlass. [Das können Sie wenn Sie auf den Link zum Projekt klicken, ich werde dann benachrichtigt und kann entscheiden ob ich Sie mitlesen lassen möchte.] Ich habe eine Liste im Kopf von Leuten, von denen ich glaube, dass sie wollen könnten, aber ich überlasse jedem die Entscheidung selbst. Lediglich zwei Personen, von denen eine etwas themenähnliches macht und die andere ungefähr Bescheid wissen könnte, weil ich das Projekt einmal grob erwähnt habe wurden von mir selbst benachrichtigt.

Weil es als temporärer virtueller Ausstellungsraum, wenn auch ohne Bilder nur mit Text, denn Sie wissen ich mag keine Grafiken – und das Lesegerät einer sehbehinderten Leserin kann die auch nicht dekodieren – , gedacht ist, gibt es dort nur auf einer separaten Seite eine Kommentarmöglichkeit. Dort kann zusammengekommen werden.

Update 16. April: Es ist schön, dass es bis jetzt Zulauf, im Sinne von Interessenten, gegeben hat, und dass ich von mindestens einer Person weiß, die über das erste, harte Stück hinaus gekommen ist. Ich habe gestern einige Texte von Anfang April abgetippt und zugefügt und das Projekt wird weiterhin wachsen, da ich mich in nächster Zeit noch einmal verstärkt um die Sache als deren Begleiterscheinung es sich entwickelt hat kümmern muss.

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