Five weeks to go

… hat H., die einzige Kanadierin unter them lot, mir heute Morgen gemailt. Sie zählt mit wie lange mein selbstgesteckter Zeitrahmen für die Erstversion der „Susanne“ noch geht und ist erstaunt, dass ich der Meinung bin selbst wenn ich in fünf Wochen nicht an ein Ende gekommen bin höre ich erstmal auf und mache etwas anderes. Es ist ein sehr langsames, völlig unplanbares, aber auch sehr spannendes Projekt. Als ich angefangen habe mit dieser Inkarnation glaubte ich, ich wäre wie mit den anderen Sachen, die ich nach dem Kollaps richtig gut gemacht habe, nach ungefähr zehn Seiten (maximal!) fertig, das Ding hat 41. Bis jetzt. dergl lernt Romanlänge. Way to go, lassie! [O-Ton auch jemand aus them lot.]

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Mir ist gestern die Frage gestellt worden worüber ich bloggen würde wenn ich bloggen täte. Der Mensch wusste nicht von den Fädenrissen. Aber er hat mich daran erinnert, dass them lot noch immer darauf warten, dass ich das Zeug, dass ich denen in ihren Verteiler poste irgendwo archiviere. Aber nicht als dergl. Ich möchte das trennen. Das eine hat mit dem anderen nur wenig zu tun und zweigleisig fahren will ich nicht. Obwohl ich mir sicher bin, dass diejenigen, die selber irgendwie irgendwas mit Kunst oder Literatur machen und hier lesen doch denken würden, dass das ganz bestimmt miteinander zu tun hat. Ich kann nur hier nicht so schreiben wie im Verteiler. Das hat auch damit zu tun, dass ich durchaus auf Englisch denken kann. Aber wie gesagt eben nicht auf Deutsch.

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Them lot haben mir übrigens nahegelegt: You should write an English language memoir or novel. Na toll. Ich kann das nachvollziehen, weil ich deren Reaktionen auf meine Verteilersachen kenne. Andere kennen mich nicht und diese Geschichte ist doch wirklich zu deutsch, als dass da jemand aus einem anderen Kulturkreis und ohne Geschichtswissen länger mitginge.

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Irgendjemand hat sich hier gestern wohl von Tausend Mutterbilder kommend durch eine nicht geringe Zahl sehr alter Beiträge gelesen. Gab es schon länger nicht mehr. Vielen Dank.

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Der Mit-Künstler hat bald Geburtstag und ich bin noch nicht zum Geschenke herstellen gekommen. Und zwar deshalb nicht weil ich nicht weiß was.

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In der Selbsthilfegruppe vom Handschuhschenker gibt es einen Brauch, wenn jemand Trockengeburtstag feiert: Die betreffende Person bekommt dann eine kleine Sammlung Süßigkeiten geschenkt. Seit ich die Bastelbücher habe geschah das zweimal in einer selbstgebastelten Schultüte in Eisform, die oben mit einer Kugel aus Pappmache statt Stoff verschlossen wird. Das kam gut an, schöne Idee. Ich habe auch eine Schultüte. Eine aus meiner merkwürdigen Sammlung. Die dürfte nun etwa 25 Jahre alt sein und ich habe sie bekommen von jemandem, für den ich seine Schultasche restauriert habe. Der Handschuhschenker schlägt vor, ich soll sie füllen für den Tag, an dem mein „Susanne“-Erstversion-Zeitrahmen abläuft. Als Belohnung fürs dranbleiben.

Ich habe keine Ahnung was ich da drin haben möchte. Bestimmt nichts von den Sachen, die ich während der „Susanne“-Arbeit im Atelier gegessen habe.

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