Optimus Prime und seine Elegia

Weil nicht nur der Transformer-Effekt, sondern auch das Wetter nicht endlos wiederholbar ist und man auf letzteres sowieso keinen Einfluss hat, beschloss der Handschuhschenker kurzerhand am Wochenendanfang vor zu feiern. Wir saßen sturmbedingt eh fest, so wichtig ist das alles nicht mit seinem Geburtstag und Kaffee kochen kann er uns auch so. Gibt sogar noch eine Tüte Plätzchen.

Schnell noch den Neffen angerufen, dass man spontan feiert und Mittwoch bitte nicht aufgetaucht wird, doch, ja, Kinners, schön wäre es den Großneffen zu sehen, aber geht auch ein anderes Mal.

Zwanzig Minuten später. Wenn der Prophet nicht zum Berg kommt, kommt der Berg eben zum Propheten…

Der Berg hat auf dem einen Arm seinen Sohn – also Handschuhschenkers Großneffen – und unter dem anderen eine Kiste.

Kann man ja auch gleich das Geschenk abgeben. Guck mal, Onkelchen, für deine Schallplatten, mit USB-Anschluss… Ach, die sind auch da. Nimm mal einer kurz den Ludwig an.

[So in der Art.]

Passt ja, das mit der Platte waren schließlich wir.

Dann kommt die große Tasche. Windeln, Teeflasche, weiche Kekse für Ludwigs wenige Zähne.

Und Optimus Prime.

Handschuhschenkers Neffe hat die Figur rausgekramt weil er fand, es passt zum Transformer-Thema.

Nur dass das ganz bestimmt nicht Optimus Prime ist.

„Ich fass es nicht, klar ist das-“ Philipp hatte die Spielsachen auch.

„Nein! Optimus Prime war oben am Kopf blau. Das weiß ich sicher.“ Mein Bruder hat die Zeichentricksendung verfolgt. Ich tippe stattdessen auf Rodimus. Es passt farblich und der wurde auch irgendwann Prime. Aber fragen Sie mich nicht wie.

Handschuhschenker-Neffe: „Glaub ich nicht.“ Etwas Gewische auf dem Smartphone. „Sentinel Prime.“

Ich sage, dass ich den Plot nicht verfolgt habe. Ich kenne gerade Optimus Prime, Rodimus, Bumblebee und kann auf der Fanseite, die mir gezeigt wird Mirage identifizieren. Und etwas in rosa. Das habe ich nie verstanden. Wer fuhr damals ein knallrosa Fahrzeug? Die Fahrzeugfrau muss doch sofort enttarnt gewesen sein, wenn sie irgendwo rumstand.

Philipp erinnert sich immerhin, dass sie Elegia geheißen hat.

„Quatsch“, sagt der Handschuhschenker-Neffe, „das ist Arcee.“

Das war aber ein Motorrad wie sich nach noch mehr Gewische herausstellt. Und Elegia hieß in Wirklichkeit Elita One.

Der Handschuhschenker findet das sehr amüsant. „Euer Gedächtnis möchte ich haben …“

Ich finde, Elegia hätte besser gepasst. Dann hätten sie ihr auch eine vernünftige Farbe verpassen können und sie wäre dennoch „weich“ genug charakterisiert gewesen.

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