Jenseits von Eden

Noch etwas für die abc.etüden von textstaub und wieder eine Begegnung mit einem Künstler. Ich habe jene Stücke mal unter dem Schlagwort Biographie-Etüden gesammelt, das ist handlicher als jedes Mal rauszusuchen und separat zu verlinken.

Heute begegnen wir Rio Reiser, dessen bürgerlicher Name Ralph Christian Möbius war und über den ich zugegebenermaßen nicht allzu viel weiß, weil er beziehungsweise sein Werk mich weit weniger interessiert als das desjenigen Herr Moebius, der unter anderem bei Cluster wirkte. Jenseits von Eden ist der Titel eines Liedes, das Rio Reiser 1981 mit seiner Band einspielte.

Also Bücher, ja, Karl May und die Bibel vor allem. Das war sein Eskapismus in einer Welt, in der es keine Macht für niemand geben sollte und Häuser besetzt werden mussten um Begegnungsorte für eine Jugend zu schaffen, die ein Zuhause so wenig wie er selbst kannte. Was er kannte war ein friesischer Hof und eine innere Irrenanstalt, er, dieser König, der nie ein Schloss haben sollte, weil mangels Geduld alles Lüge war. Für immer und… Er wollte keine Schokolade, er wollte lieber einen Mann, Ardistan und Zauberland. Keines der Bücher hatte ihm gesagt, dass der Traum aus war, das Ding nicht mehr zu drehen und Zauberland sich immer wieder selbst abbrennen würde.

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