Kurzbio

Sowieso Soundso, Jahrgang Irgendwann, wohnt irgendwo und hat einen Beruf.

Müsste doch eigentlich reichen, oder? Ich kann diese Kurzbiographien aus denen Studienort und – fächer hervorgehen, aber nichts wirklich Wichtiges nicht leiden. Als ob nur jemand, der studiert hat Schreiber, Musiker, Dichter oder anderweitiger, zum Beispiel bildender, Künstler sein könnte und der Abschluss ein Garant für Qualität wäre. Nichts von dem, was ich mache habe ich studiert und, ehrlich gesagt, dass ich Bibliothekarin bin sagt einen Scheiß über die Qualität meiner Sachen aus.

[Dem Mit-Künstler nutzt sein – abgebrochenes – Studium, zumal noch da fachfremd, logischerweise einen Dreck und als Paketfahrer ist er eh nicht ernst zu nehmen… bla bla.]

Advertisements

4 Gedanken zu “Kurzbio

    1. Geduldiges Papier kann man in dem Kontext auch negativ sehen. In meiner Künstlergruppe ist eine Frau (*1946), die mit jemandem verheiratet war, der es „geschafft“ hatte und Hinz und Kunz der damaligen Szene gekannt haben soll, die erzählt regelmäßig wie „Biografien“ gemacht werden. Wer nicht mitspielt ist raus…

      Gefällt mir

  1. „Die Leute heute halten sich schon für Künstler, wenn sie ein lässiges, müßiges Leben führen. Sie meinen, es genüge, Käse zu essen, Rotwein zu trinken und endlos über Dramen von Shakespeare zu diskutieren. Sie können Kunst und Literatur studieren, sie können einen Job in der Kultur bekommen, sie können sogar Talent haben, doch im Grunde gehören sie nach wie vor dem Bürgertum an. Ihre Arbeit geht nicht über ein bestimmtes Niveau hinaus, sie ist zu weit von der Realität und ihren wirklichen Problemen entfernt. Aber ein Künstler kann ohne weiteres ein Schurke sein, alles Mögliche, ein Killer oder einer von der Müllabfuhr. Aber er hat etwas, was man nicht an der Kunsthochschule lernen kann.“ (Woody Allen)

    Gefällt mir

    1. Der von mir sehr geschätzte Ulay (Uwe Laysiepen aus der selben Stadt wie der nicht studierte Glumm stammend), dessen Retrospektive in der Schirrn ich leider nicht sehen konnte aufgrund der Entfernung, ist vorzeiten, als er jung war, von der Kölner Kunstakademie geflogen bevor es richtig losging mit der Begründung, das Studium würde ihn nur verderben. Ein gewisser Herr Curtis, über dessen Fähigkeiten unter uns Einigkeit herrschen sollte, hatte nicht mal das britische Equivalent zum Abitur und seine Bandkollegen jeweils eine Ausbildung hingeschmissen. Komplette Autodidakten, die mit proper training bestimmt um einiges eher in der Versenkung verschwunden wären als sie sind. Aber so etwas scheint heute nicht mehr zu zählen… 😦

      Gefällt mir

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.