Stadtpoem

Dinge aus Dingen, die keine Dinge mehr sind. Achtlos weggeworfener Müll, gefunden in den Trümmern after the house was demolished. In ihrer Eigenen sprache kannte Carola kein Wort dafür, die ganze Welt war plötzlich zu laut, eine Schnell-Straße oder ein ICE-Knoten-Punkt mit dauerverkehr. Nur dass nichts davon irgendwohin führte und es auch keinen Startpunkt gab, weil Carola vor dem Nichts stand. Was sie von der Zeit davor noch besaß war ein Stückchen Metall, eine Türklinke zu der es keine Tür mehr gab.

Vor Jahren war in der Liebkindstraße 67 ein Schutzhaus gewesen.

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2 Gedanken zu “Stadtpoem

  1. Whow! Was für ein Einstieg! Dinge aus Dingen, die keine Dinge mehr sind. Zuerst dachte ich, das du Sachen meinst, die aus Müll gebastelt sind. Aber dann war klar: Es sind Dinge, die aus den Trümmern von etwas gerettet wurden, das aufgehört hat ein Ding zu sein. Den Satz merk ich mir ;.)

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    1. Ja klar, merk dir den Satz 😉 Da war mal was mit „offenen Miniaturen“, das habe ich auch immer noch im Kopf…

      Dein erster Gedanke trifft es auch, es gehen beide Verständnisse, denke ich: Ich bin im Besitz eines Behälters, das Walburga, die als Requisitenbauerin entsprechend versiert ist und diese Fähigkeit auch mit gewöhnlichem Hausmüll nutzt, aus Müll, den sie auf einer Baustelle gefunden hat zusammen gebaut hat. Auf der Baustelle hat zwei Tage vorher noch eine Abrissbirne gestanden.

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