Edding und Tipp-Ex

Wir schwärzen die Schilder, weil ich es eigentlich nicht mehr machen kann. Da das Gesetz keine Assistenten mehr für Ehrenämter zulässt, kann ich eigentlich nicht mehr ausstellen. Es sei denn mein Assistent gibt die Rolle in zweifacher Weise und verzichtet auf seinen persönlichen Teil. Darauf zielt das Gesetz ab – Angehörige und Freunde sollen so viel wie möglich machen, weil das nichts kostet -, aber das sehen wir [und andere] nicht ein. Er ist ein eigenständiger Künstler und das, was da in den Raum kommt war eine Gemeinschaftsarbeit zwischen zwei gleichberechtigten Menschen aus zwei unterschiedlichen Bereichen.

Also wird aus dem, was eine Kleinausstellung sein könnte ein Großenvironment. Environments konnte ich immer am Besten. Das hat auch noch mal Aussagekraft. Sie muss gehen, weil das Gesetz sie nicht mehr teilhaben lässt und sie geht mit dem, was sie am Besten kann. Es ist nur mein Name, der auf den Schildern geschwärzt wird, bewusst so, dass man merkt, da wurde ausgestrichen, weg gedrängt.

Woanders, in einer ähnlichen Konstellation an einem anderen Ort, werden Schilder geweißt. Da hantiert man statt mit Edding mit Tipp-Ex in der Flasche und löscht. Auch die Gruppe kommt nicht so weiter wie bisher. Auch dort wurden Mittel gekappt.

Beide Sachen laufen zeitgleich und eine Tafel bei uns verweist auf die anderen und eine bei den anderen auf uns. Nicht damit man vergleichen könnte, dazu ist die Entfernung je zu groß, sondern um auf die Folgen des Gesetzes aufmerksam zu machen.

 

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