Maschinenwalzer

oder Die arme Halka

Kurz nach knapp kein Tintenklecks und etwas schief für textstaubs abc.etüden.

Ich hatt‘ mal ‘nen Traum in meim‘ Kopf…“ sang Alwine.

„Ach, der Maschinenwalzer?“ Alexander verdrehte die Augen. „Für mich spielt das immer in Prag.“

Alwine lachte. „Lagerhalle, ich und Kerstin. Und ich weiß nach Jahren noch nicht wie du auf Prag kommst.“

„Für dich ist Prag nur Kafka und Zirkus, für mich-“

„Die arme Halka und der Bahnhof, an dem ihr euch zuletzt gesehen habt.“

Halka war Alexanders geliebtes Moped aus der Zeit des Eisernen Vorhangs gewesen. Er hatte sie restauriert und wollte mit ihr auf Dichterreise durch ganz Osteuropa gehen, aber in Prag war sie unreparierbar zusammen gebrochen.

[Den Maschinenwalzer gibt es wirklich: „I Once Had A Dream“ von Camouflage, 1988 auf Voices & Images erschienen. Ich habe das Stück leider auf die Schnelle nicht gefunden. Falls Sie sich auf die Suche machen und fündig werden, machen Sie beim Anhören die Augen zu, dann haben Sie die Lagerhalle. Überhaupt könnte das ein Gespräch zwischen Philipp und mir sein, Betonung auf könnte, er hatte noch nie eine Halka und auch sonst, die, die irgendwelchen motorisierten Zweirädern hinterher denkt bin ich. Wo ist meine rote Yamaha?! ]

Advertisements

8 Gedanken zu “Maschinenwalzer

    1. Wie immer: Ich danke.

      Vermutlich handelt es sich bei Halka um eine Jawa oder so was, ich habe gerade nicht im Kopf ob die noch Mopeds oder Motorräder waren. Trotzdem: Der Abschied von so was fällt schwer.

      Gefällt mir

    1. Vielleicht ist es ja doch ’ne Jawa, die gab es auch unter anderem in Rumänien, dann sicher auch in der Tchecheslowakei. Oder es ist ein unwissender Wessi, der das Ding post-Wende erstanden hat und nicht Bescheid wusste. Kam ja leider des öfteren vor, habe ich mir sagen lassen.

      Gefällt mir

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.