Emma aus (fast) MA frisst gerne Dreck

Eigentlich wollte sie mir einen Award weiter geben. Ich nehme keine Awards an, grundsätzlich nicht. Ein paar Fakten, ein bisschen triviales Zeug, bekommt sie dennoch. Nur so. Ich bin ja kein Unmensch und sie ist noch neu. Aber nur sechs. Das muss reichen.

Einige von Ihnen wissen es, einige nicht: In meiner Jugendzeit hieß ich Emma. Die Mädchen auf meiner Schule nannten mich hinter meinem Rücken so und meinten es abwertend (wie zum Beispiel Thusnelda). Mich hat es nicht gestört, nicht nur weil, das wissen auch einige, mein eigener Vorname nicht unproblematisch ist, und mir alles lieber als der war, sondern auch weil – was die nicht wussten -, Emma in Großbritannien zum Beispiel in unserer Generation ein Name wie Daniela oder Kat(h)rin war. Die gab es in Massen. Weil ich vor 22 Jahren so hieß, finde ich es manchmal heute seltsam einem Kind, das so heißt zu begegnen. Damals wusste niemand, dass es mal ein Modename werden würde.

Dass ich mal Emma hieß hat für Verwirrung gesorgt als ich in Heidelberg lebte und in Mannheim – Autokennzeichen MA und in unserer Umgangssprache nur EMM-AA – gearbeitet habe.

Was mir schmerzlich fehlt ist Mannemer Dreck. Das kann man essen und es ist mit Schuld dran, dass ich im Herbst ab frühester Verfügbarkeit Lebkuchen bunkere (ein zugegeben lahmer Ersatz).

Zu etwa jener Zeit hatte ich auch einen Ausweis für die Bibliothek im Deutsch-Amerikanischen Institut an der Sofienstraße. Ich trage diesen Ausweis noch immer bei mir. Es fehlt etwas, wenn diese Karte nicht da ist.

Mir kam irgendwann Information unter, dass auch Düsseldorf eine englischsprachige Bibliothek hätte (irgendwo bei der Berliner Allee). Aber ich habe weder die zeitlichen noch die finanziellen noch die mobilitätsbezogenen Mittel dort Kundin zu werden. Das finde ich sehr schade.

Das letzte Mal, dass ich in Düsseldorf einen Laden mit britischen Lebensmitteln gesucht habe – ich habe so gern Aero Bars mit Minze und die werden importiert – habe ich mich verlaufen und das Ding auch sonst nicht gefunden. Da ist man schon mal ohne Mikesch und ohne Zeitdruck in der großen Stadt und dann das.

Doch sieben: Sie haben ja schon länger nichts mehr vom Handschuhschenker gehört – und noch viel länger nichts von seinem Trauma -, ich habe diesen armen Menschen – ich geb’s zu, mea culpa! – heute früh in den Wahnsinn getrieben. Sie können sich den Rest denken. Lief zufällig und ich – Fakt über mich – habe einen falschen Text gesungen. „Heidelberg“ statt „Hollywood“, aber ich singe auch immer „Heidelberg Autumns“ statt „Summer in Berlin“. (Passt also zufällig auch thematisch zum Rest.)

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