statistisch veranlagt

K. und ich sind blöde Weiber. Wir sind so blöd, dass wir Mikesch zum zweiten Mal in dieser Woche mit etwas zum Rumhampeln, etwas womit man turnen kann konfrontieren. Aber ehrlich jetzt.

K. hatte mich gebeten ob ich meine Faszienrolle mitbringen kann, damit sie – K. – mal schauen kann ob das auch für sie passen könnte. Sie hat eine weiche, möchte sich aber eine harte zulegen und weil meine hart ist wollte sie testen ob die für ihre Zwecke taugt. Kein Problem.

Mikesch: „Ich will auch mal.“

K.: „Hier bitte.“

Mikesch: „Also da muss man sich so an die Wand dranstellen?“

Ich: „Kann man. Ich mache das so, weil ich es nicht anders kann.“

Mikesch: „Ja gut.“

K. schlägt noch vor, sie soll erst die Strickjacke ausziehen, im T-Shirt geht das besser. Auch das macht Mikesch.

Weil sie es noch nie gemacht hat klappt es bei ihr nicht so reibungslos wie bei K. oder mir. Rolle fällt runter, Mikesch rutscht ab und so weiter, was am Anfang eben passieren kann.

Das ist alles gar nicht schlimm. Aber wissen Sie was schlimm ist? Wirklich ganz schlimm, K. und ich müssen doof sein, dass wir uns das antun? Dass man das Ding auf der Haut merkt.

K.: „Das ist doch der Sinn der Sache! Wenn du dich bewegst, wird die Haut massiert. Und wenn du das oft machst, hast du irgendwann weniger Rückenschmerzen.“

Mikesch findet aber, dass das genau so doof ist wie die Krankengymnasten. Die tun ihr beim Massieren auch immer weh. [Es nützt nichts ihr zu erklären, dass das nicht an den Leuten oder der Methode liegt, sondern an ihren total verschlackten und durch das ganze Gift verhärteten Muskeln und nur am Anfang so ist.] Massage soll aber schön sein. Da sind wir ja statistisch, wenn wir das freiwillig machen und auch noch immer. Da glaubt sie uns jetzt auch nicht mehr, dass wir keine oder weniger Schmerzen haben, weil wir das nutzen.

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