Mikesch und das UFO

Mikesch findet es eine Unverschämtheit, jawohl! Es ist zu viel verlangt und unverschämt, dass ich jetzt ein UFO mit mir rumschleppe. Ein UFO, verstehen Sie das? Ein UFO! Was will die dergl denn mit dem Scheiß?

Ich erkläre ihr, dass es sich bei dem UFO nicht um eine fliegende Untertasse sondern um ein Balanceboard handelt, und dass ich es deshalb dabei habe, weil ich es nicht mehr nach Hause geschafft habe. Also musste ich den Karton wohl oder übel mitbringen.

Was will ich denn mit dem Scheiß?

Ich erkläre ihr was man damit machen kann.

Zahlt das nicht die Krankenkasse? Muss man als Behinderter nur hingehen.

Es hat keinen Zweck ihr zu erklären, dass die Krankenkasse schon längst viele Rehamittel nicht mehr zahlt, die es auch in freiverkäuflichen Varianten gibt. [Ich streite mich gerade mit meiner um die Reparaturkosten eines Hilfsmittels, das ursprünglich bezahlt wurde, länger als die angesetzten fünf Jahre gehalten hat und jetzt weder an sich neu noch anteilmäßig was an Reparaturkosten übernommen wird. Mit der Begründung, es gäbe genug billige Alternativen auf dem Markt. Und das macht nicht nur meine Krankenkasse so.] Außerdem handelt es sich bei dem Balanceboard wenn, dann um etwas aus der Physiotherapie, und dass solche Gerätschaften für Erwachsene übernommen werden ist schon Jahrzehnte lang vorbei.

Morgens zum…

Ja, Mikesch, genau. Da kann man üben Gleichgewicht zu halten.

Zum Rumhampeln…

K.: Zum Sport.

Sport? Die turnt immer morgens.

K.: Na und? Frühsport machen.

Mit das UFO?

Mit dem UFO. Unter anderem. [Ich hätte so furchtbar gern eine Kettlebell, aber das darf ich nicht, weil ich eben keinen festen Stand und auch keine kontrollierbare Kräfteverteilung habe. Es macht mir sehr viel Spaß, ist für mich aber gefährlich.]

Ich versteh das nicht. Wenn die Krankengymnasten vernünftig arbeiten würden… Aber die sind heute alle doof, zu mir haben die auch gesagt ich soll zu Hause turnen.

K.: Das kann doch Spaß machen.

DU gehst planschen und bist trotzdem fett!

 

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