Kaffee mit Flecken

Ganz zu unrecht war Mikesch nicht säuerlich. Der Online-Händler ihres Vertrauens hat sie tatsächlich in die Pfanne gehauen, nur anders als gedacht.

Es handelt sich nämlich nicht um ungelesene Neuware, wie wohl in der Angebotsbeschreibung angegeben, sondern um ein gelesenes Exemplar von 1984 mit Gilbungen und Stockflecken, dessen Zustand zwar nicht katastrophal, aber auch nicht als gut zu beschreiben ist. Akzeptabel wenn man es nur einmal liest. Trotzdem ist die fehlerhafte Beschreibung dreist. [Andererseits, wir wissen ja wo sie am Liebsten kauft…]

Da sie aber, wie wir wissen, das Angebot von Beginn an falsch verstanden hat kann oder konnte sie nicht reklamieren. Ich kaufe da nicht, also weiß ich nicht genau was geht und was nicht.

Der Gedanke zählt. Auch wenn es nach wie vor nicht das ist, was sie geglaubt hat zu bestellen. Das hat sie – das finde ich wirklich lieb von ihr – in einer Last-Minute-Aktion noch woanders besorgt. Mit Autogramm von dem drauf.

[Natürlich nicht, es ist seine Handschrift.]

Aber das Malbuch, das ist toll. Da ist Ägypten drin und Afrika und China und Asien [und der Rest der Welt.] Da freut sie sich riesig.

Advertisements

7 Gedanken zu “Kaffee mit Flecken

  1. Was du schreibst, klingt nicht schlüssig. Wenn es „ungelesene Neuware“ war, und du/sie ein Buch in dem Zustand bekommen hat, könnte sie dem Händler eine schlechte Bewertung reindrücken. Darauf reagieren die in der Regel wirklich empfindlich, von daher glaube ich, dass es das Teil zwar als „ungelesene Neuware“ gab, sie aber auf eins geklickt/bestellt hat, dessen Zustand als „akzeptabel“ angegeben war (weil viel billiger). Ich bestelle dort öfter mal gebrauchte Bücher, und bei mir sind derartige Abweichungen noch nie vorgekommen (wobei ich „akzeptabel“ aber nicht nehmen würde).
    Falls ich es noch nicht gesagt hatte: Frohe Feiertage – komm gut durch!
    Liebe Grüße
    Christiane

    Gefällt 1 Person

    1. Du musst bedenken sie kauft nie Bücher, hat keine Ahnung, und war überfordert, weil bei ihr ja generell dieses Implusive eine Rolle spielt. Die wird die Stichpunkte „Tagebücher“ und „Kafka“ gesehen haben und dann geklickt ohne sich die Bilder amgesehen zu haben. Auf dem Screenshot stand bei Artikelbeschreibung „Zustand gut“, aber normalerweise müssten die ja davon ausgehen, dass die Leute sich vor der Bestellung die Bilder ansehen. Denke ich mal, ich habe kein Konto beim Auktionshaus.

      Ich habe mir gestern das „Pfötchen“ verletzt, mache mich also die nächsten Tage etwas rar.

      Gefällt 1 Person

      1. Okay, eigentlich ist ja die Hauptsache, dass sie dir damit was Gutes getan hat. Weiß nicht, ob du dich schon hineinvertieft hast, auf jeden Fall viel Spaß bei der Lektüre, und dass die „Pfote“ schnell wieder in Ordnung kommt.
        (Hast du gesehen, dass Jutta den Geschichtengenerator wieder angeschmissen hat?)
        Liebe Grüße
        Christiane

        Gefällt 1 Person

        1. Ich habe angefangen, kam aber noch nicht allzuweit. Hier ist gerade eine Menge anderes.

          Falls die Pfote etwas dauert – kurz tippen geht, aber langes geht gerade arg auf Schulter – habe ich eine Sache in die Entwürfe gepackt, macht sich Anfang Januar selber publik, dann könnt ihr ein bisschen spielen (ein Schreibspiel).

          Jutta: Guckstu hier

          Gefällt 1 Person

  2. Geschrieben wurde das Buch ja noch viel früher, darf also durchaus Altersflecken aufweisen 😉
    Schön, dass du es mit dem Ausmalbuch getroffen hast.
    Hoffentlich wird die Hand schnell heil. Beste Grüße! Gerda

    Gefällt 1 Person

    1. Altersflecken würden mir als Bibliothekarin auch nichts machen, die Stockflecken kann ich nicht beurteilen. So lange ich die Hand so habe kann ich allerdings auch den Buchblock nicht lösen (ohne wäre es okay, ich weiß wie man so was austauscht), das heißt ich warte einfach mal ab.

      Gefällt 1 Person

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.