Advents-Bestandsaufnahme

Das Riesenkleinkind ist… ein Riesenkleinkind. Ein überdrehtes. Fast jeder Satz von Mikesch (60 Jahre, nicht 60 Monate alt) endet in letzter Zeit mit Was krieg ich geschenkt? oder Was schenkt … mir zu Weihnachten? Wenn sie das nicht fragt, schickt sie mir völlig verstümmelte SMS, die nur aus ein oder zwei Worten bestehen und wenn ich mir den Mist, etwas Sinnvolles war noch nicht dabei, nicht schnell genug zusammendenke oder ihr mitteile, dass ich nicht weiß was sie will, sie muss schon in Sätzen schreiben, wird sie pappig oder reagiert nicht, nur um Stunden später zu behaupten, dass ich auf Sachverhalt XY noch nicht geantwortet hatte, den ich in ihr Geschreibsel nie rein interpretiert hatte. Außerdem hat sie versucht mein Zimtpräparat für den Zuckerstoffwechsel mitgehen zu lassen, weil die schmecken so lecker, die Bonbons. Das wäre ein Spaß geworden. Nicht.

Die Mit-Künstler-Mutter backt herrliche Plätzchen. Ganz prima. Wenn Sie mit Alkohol klarkommen. Selbst im Spritzgebäck ist welcher drin und so viel, dass dem Atelier-Kind schlecht wurde. [Das ist besser als wenn er sich damit vollstopft und dann versehentlich „befressen“ ist, aber ich hätte vorher gern gewusst, dass es nicht eine Sorte ohne gibt, dann hätte ich ihm die Dinger nicht ahnungslos zum Tee gestellt.] Philipp merkt wahrheitsgemäß an, dass er so nicht arbeiten kann, er sei aus Übermüdung schon überprüft worden, wenn er nach den Plätzchen pusten muss, ist er geliefert. [Vielleicht nicht, aber er ist panisch.]

Der Handschuhschenker wundert sich nicht nur, dass ich seine Handschuhe tatsächlich trage und findet, dass die an meinen Händen gar nicht schlecht aussehen, er ist auch aufgerieben wegen dem Springteufel. Bei denen in der Familie geht nun also auch etwas in die heiße Phase. Letztes Jahr um die Zeit hätte er möglicherweise damit geliebäugelt sich an den Plätzchen zu bedienen um das auszuhalten.

[Wir sind und das ist gut dieses Jahr alle stabiler, auch wenn keiner von uns sagen kann warum. Und glauben Sie es oder nicht, dieser unendlich aufmerksame Mensch hat wahrlich das Buch der Dergln aufgetrieben. Gibt es seit 35 Jahren nicht mehr, war lediglich eine Sonderveröffentlichung zum Film. Dagegen kann meine „Songs For Drella“ von Lou Reed und John Cale für ihn gerade so antreten, die ist noch nicht ganz so selten. Dafür aber ungespielt.]

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