Unter Künstlern

Gelegentlich tausche ich mich mit ausländischen und im Ausland lebenden Künstlermenschen aus. Das funktioniert hauptsächlich im Rahmen eines Selbsthilfeprogrammes, mitunter fällt jedoch etwas Themenfremdes zur Seite runter. Über das darf dann auch auswärts gesprochen werden. Der Fragesteller in diesem Fall will das auch so.

Diesmal wurde ich gefragt, ob ich das älteste Kind in meiner Familie sei. Das sei von Interesse weil ich doch eine so große Verteidigerin papierner Bücher bin. Es sei häufig so, dass Erstgeborene avid book collectors abgeben und für mich ist es ja nun mal so, dass ein Buch dieses Ding aus Papier mit den vielen Seiten, die erst beschrieben oder bedruckt werden müssen und der (meistens) Pappe drumrum ist und nicht irgendeine Datei auf irgendeiner Platte aus Elektronik.

Es ist wirklich so, mag an meinem Erstberuf liegen, aber ein wie auch immer geartetes Ebook nehme ich nicht als Buch wahr. Das meine ich nicht negativ, ich kann es einfach nicht. Das ist für mich nicht machbar. Auch wenn ich der letzte Mensch sein werde, der diese Dinger aus Papier mit den vielen Seiten, die erst beschrieben oder bedruckt werden mussten und der (meistens) Pappe drumrum benutzt.

Die Frage ist einerseits banal und andererseits interessant. Ich bin tatsächlich die Älteste. Und Sie, die buchaffinen – ich meine das Ding aus Papier! – unter meinen Lesern? Auch älteste Kinder? Nur mal so aus Interesse.

Advertisements

23 Gedanken zu “Unter Künstlern

    1. Ich war bis zu meiner Umschulung (was Administratives mit Abrechnung und Co.) an diversen Schulen die Herrin der Buchbestände, sprich ich bin/war auf Schulen spezialisierte Bibliothekarin.

      Gefällt 1 Person

  1. Ich mag auch papierne Bücher. Ich mag das haptische Gefühl und den Geruch eines Buches. Ich bin in Erstberuf Schriftsetzerin und mag den goldenen Schnitt. Ich mag umblättern, ich mag Eselsohren reinknicken, unterstreichen – ach, ich liebe Bücher.

    Gefällt 1 Person

    1. Noch jemand, der glatt zwei Stunden beim ZVAB „verplempern“ kann?

      Ich brauche da immer ewig. Gestern habe ich noch zum Mit-Künstler gesagt, es ist schade, dass die keine Gutscheine machen, sonst könnten sich alle das nervtötende – für mich nervtötend – Gefrage was ich im November zum Geburtstag möchte sparen.

      Gefällt mir

        1. Ich neige dummerweise dazu immer genau dann dorthin zu klicken, wenn ich eigentlich nicht genug Zeit habe, dann kann ich mir einreden „Nur ganz schnell, denn…“ [Atelier-Kind kommt, Essen steht auf dem Herd…], da trifft es „verplempern“ dann schon irgendwie gut in meinem Fall. Ich glaube, wenn ich die Zeit wirklich hätte, dann würde ich da Geld lassen, das ich nicht habe. Das ist ein bisschen paradox. Es gibt nicht allzu viel, das ich wirklich möchte, aber einiges von dem Wenigen ist eben anders nicht mehr zu bekommen.

          Gefällt mir

      1. Ja, klar. Aber das Fehlen zählt dabei dann nicht? Weil wenn jemand so danach fragt, schwingen für mich die erfahrenen Geschwisterbeziehungen immer mit.
        Schön, dich zu lesen. Geht’s einigermaßen gut?

        Gefällt 1 Person

        1. Auf die erste Frage weiß ich keine genaue Antwort, frage den ursprünglichen Fragesteller vielleicht mal.

          Frage zwei hast du gut formuliert: Einigermaßen. Der „Scheiß“ (die Entzündung) muss sich in den Körper gefressen haben, ich merke das, ich hab’s im Blut und entsprechend gehts mir, bin noch etwas fiebrig und so. Aber Pause ist trotz AU nicht drin (morgen früh seht ihr an dieser Stelle warum.)

          Gefällt 1 Person

            1. Danke. Es handelt sich da, wie du dir vielleicht denken kannst, um jemand Bestimmtes. Die hat sich in eine Zwickmühle allererster Güte (rechtlich gesehen) maneuvriert. Es weiß zwar jeder, ich bin nicht da und könnte auch wenn ich es wäre nichts ändern, aber „ausheulen“ bzw. „auspanicken“ tun sich jetzt alle bei mir.

              Gefällt 1 Person

  2. Ich bin die Jüngere. Ich habe zwar einen E-Book-Reader, werde damit aber absolut nicht warm. Manchmal lese ich damit ein dünneres Buch, das ich nicht unbedingt im Regal stehen haben möchte, Werke, die ich zwischendrin einfach mal zum total Abschalten lese. Aber gedruckte Bücher sind so viel schöner. Das Umblättern, das Erkennen auf einen Blick, wie dick ein Buch ist (gute Bücher können ja nicht dick genug sein), das Verwenden von schönen Lesezeichen, ach, überhaupt alles.

    Ich wünsche Dir gute Besserung, so ganz toll hört sich das ja noch nicht an.

    Gefällt mir

    1. Toll ist es tatsächlich nicht. Ich warne dich, wo ich dich gerade sehe, mal etwas OT vor: Meide Herrn Roses Blog die nächsten Tage besser, er hat Dirndl-Content (ist aber auch nicht so begeistert davon, hat ein Lederhosen-Kindsheitstrauma gehabt).

      Gefällt 1 Person

        1. Ich konnte auch mitfühlen. Allerdings seit ihr ja auch etwa gleich alt und diese Trachten in Hamburg und im Ruhrgebiet in etwa gleich fremd. Der Arme musste mit den Hosen zur Schule…

          Gefällt 1 Person

          1. Das ist wirklich nicht schön, mich hat es wenigstens nur bei einem Fototermin „erwischt“, aber die Fotos standen gefühlt überall herum.
            Auch nicht so schön war das ungeliebte kratzige Indianerkostüm, das ich zu jedem Faschingsfest anziehen musste. Ich wollte lieber in Fußballklamotten unseres Dorfvereins gehen.

            Gefällt 1 Person

            1. Mir tat er schon leid, der Rose. Ich wurde jedes Jahr zum Fotomachen in ein Dirndl gesteckt und so was. Ich hab auch eins an auf dem einzigen Kinderfoto, das ich von mir habe. Wenigstens ein Dunkelgrünes und nicht das furchtbare Fliederfarbige von irgendwann in Kärnten,

              Fasnacht – ein Graus! Bis auf einmal, Mikeschs Debüt – und dabei blieb es – als Näherin, da hatte sie mir die Galaktika aus Hallo Spencer als Kostüm genäht (hab ich, glaube ich, sogar einen Preis bei der Kostümprämierung für bekommen) als Weltraum-Karneval als Thema in der Schule war.

              Gefällt mir

              1. Jedes Jahr… uff. Meine Eltern haben mich nur einmal zu einem professionellen Fotografen geschleppt, da war ich noch ziemlich klein. Danach fingen dann eh die ganzen anderen Probleme an zu eskalieren und sie hatten keinen Kopf mehr für so was.

                Herr Rose hat auch mein Mitgefühl, so was muss man doch mit Kindern nicht machen. 😦

                Gefällt mir

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.