Ohne Worte

Der Handschuhschenker liest meinen Ausdruck eines noch nicht veröffentlichten Textes, den ich für das Projekt der Mützenfalterin geschrieben habe und merkt an, dass „Bilder“ ja immer der ist, der etwas abbildet, also jeder allein durch das Erleben ein Mutterbilder ist.

Ich schlage vor, dass er das der Mützenfalterin schreibt. Ist auch eine schöne Perspektive für einen Beitrag.

„Nee, du.“ Und sofort dahinter den Grund: Als er etwa 13/14 war teilte seine Mutter ihm ziemlich unverhohlen, weil er Memme mal wieder für irgendetwas zu blöd war oder die Klappe nicht aufbekommen hat, mit, dass er im Winter 1959/60 ziemlich krank gewesen sei und man nur einen Arzt konsultiert hätte weil er ein Junge war, eine Hedwig (die vielleicht anders geheißen hätte, die Schwestern haben mit Sabine, Christine und Monika für die Zeit moderne Vornamen) hätte man sich selbst überlassen.

Das muss man sich mal überlegen. Das ist noch gar nicht so lange her.

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3 Gedanken zu “Ohne Worte

    1. Der Wahnsinn an der Sache ist, wenn du das erzählst, dann glauben insbesondere Jüngere dir nicht, weil es deren Ansicht nach in Deutschland zuletzt um 18irgendwas so einen Zustand gegeben haben könnte, heute gäbe es das nur noch im Rest der Welt und da auch nur im fundamentalistischen, rückständigen etc. Rest, nicht in der zivilisierten Welt.

      Ich glaube durchaus, dass es das auch in Deutschland nach wie vor gibt. Babys mit Handicaps oder Krankheiten werden ja auch von manchen Leuten „liegen gelassen“, dann wird es auch vorkommen wenn das Baby nicht das gewünschte Geschlecht hat (wenn man es nicht gleich deshalb „wegmacht“) und es wird auch nach wie vor Eltern geben, die ihren Kindern das ins Gesicht sagen.

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