Sprachliches

Sie hat den Namen bei einem Politiker im Deutschbuch gelesen und bei einem Künstler. Ich muss ihr erklären, dass Ernst Ludwig Kirchner nicht von der Brücke gesprungen ist, sondern Mitglied der Gruppe Die Brücke war. Und sie weiß vom Komponisten „Bettuchen“, der wird auch im Deutschbuch erwähnt. Ich muss ihr erklären, dass der Beethoven – Beet, Hof und en wie im Wort Ente – hieß.

Außerdem weiß Salma, dass einer der Mohameds in der Ludwigstraße wohnt. Was sie nicht weiß, und ich ihr nicht erklären kann, ist warum die Namen wie ich am Ende gesagt werden, die Straße jedoch nicht.

Das ist unter anderem auch ihr Problem mit dem Handschuhschenkernamen: Dialektale beziehungsweise unterschiedliche Aussprachen. Schwieriger ist für sie aber die Frage warum sagt man beispielsweise Radweg anstelle von Radwech und soll dann im Namen -wich anstelle von -wig sprechen. Das ist ziemlich verwirrend wenn man bedenkt, dass die Namen Friedrich und Heinrich zum Beispiel eindeutig geschrieben werden.

[Der Handschuhschenker hat sich mehrmals ernsthafte Gedanken darüber gemacht ob die Hänselei in der Kindheit infolge der Tafelaktion auch geschehen wäre wenn man -wig statt -wich im Namen spräche. Rein auditiv funktioniert der Einschub dann nicht.]

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