Requiem für einen Triptychon

Der Mit-Künstler trauert um seinen Triptychon. Ich weiß nicht ob der einen Titel hatte, im Gespräch heißt es immer nur der Triptychon. Der Triptychon war das erste Werkstück, das der Mit-Künstler verkauft hat. Vor ein paar Jahren, als wir uns noch nicht kannten. Nach Hamburg. Da hat er gehangen, bis er vor Kurzem wegen Umzug eigentlich kurzzeitig eingelagert wurde.

Dann kam das Wetter.

Er ist nicht rettbar.

Philipp hat das Werk losgelassen. Aber es war der erste Verkauf. Als Laie. Ohne Promo. Ohne Galerie oder irgendwas anderes, das sonst bei Malern vonnöten ist um seine Werke an die Leute zu bringen. Mehrere hundert Euro in bar. Damit hatte er nie gerechnet. Stolz war er, dass das Ding nicht bei Schnöseln oder Bionade-Leuten gelandet war.

Und jetzt ist er hin.

Er sagt, das schmerzt.

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3 Gedanken zu “Requiem für einen Triptychon

    1. So wahr, immer wieder und immer noch mal. Das ist mit was es für ihn so schlimm macht. Er ist keiner, der solo (in den Kooperationen mit mir eh nicht) „Markt macht“, dazu fehlt ihm die entsprechende Biografie, das heißt er hat dieses Erlebnis schon nicht oft und er hat auch nie wieder zu dem Preis verkauft (man misst ja schon alle Folgewerke an dem Preis zu dem das erste verkauft wurde), da war der Triptychon schon was ganz Spezielles für ihn. Und jetzt, tja… Es ist schade, ich kannte nur Fotos, aber das muss taktil sehr interessant gewesen sein. War also auch sein Erstling in Sachen „Betrachter, Ich Rede Mit Dir!“ (Er hat eine Werkserie, die so heißt und das sind Arbeiten, die man auch anfassen kann und soll )

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